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Zürich Schaffhausen Unbewilligte Demonstration in Zürich artet in Krawalle aus

Die Bewohner des besetzten Binz-Areals hatten am Samstag zu einer Demo gegen «den charakterlosen Glanz dieser gesäuberten Stadt» aufgerufen. Schon bald kam es aus dem Umzug zu Schmierereien, später brannten auch Container und Autos und ein Geschäft wurde geplündert. Die Polizei war machtlos.

Legende: Video Krawalle in Zürich abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.03.2013.

Weit über 1000 Personen standen der Polizei in der Nacht auf den Sonntag gegenüber. Sie zogen nach 23 Uhr mit Umzugswagen vom besetzten Binz-Areal durch Wiedikon und später weiter zur Langstrasse. Aus dem unbewilligten Demonstrationszug heraus randalierten mehrere Dutzend Chaoten und richteten so einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken an.

Die Stadtpolizei Zürich ordnet die Personen im Demonstrationszug gemäss ihrer Mitteilung der linksautonomen Szene und der Hausbesetzerszene zu. Sie zeigt sich überrascht über die «massive Gewaltbereitschaft» eines Teils der Teilnehmenden. Dass sogar ein Geschäft geplündert wird, eine Coop-Filiale im Kreis 4, sei doch eher aussergewöhnlich.

«Mitläufer» schützen Chaoten

Die Polizei sei von Anfang an vor Ort gewesen und auch in genügend grosser Zahl. Mediensprecher Marco Bisa meint aber: «Man kann über 1000 Personen, die einem gegenüber stehen, nicht auch 1000 Polizisten entgegenstellen.» Die grosse Zahl der Mitläufer, welche die Chaoten geschützt hätten, hätten auch Festnahmen verhindert, so Bisa weiter.

Die Polizei setzte mehrmals Gummischrot, Reizstoff und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten zurückzudrängen. Erst gegen 2 Uhr sei die Menschenmenge ins Binzareal zurück gekehrt. Die vorläufige Schadensbilanz der Polizei: verschmierte Fassaden, kaputte Fensterscheiben, zerstörte Autos und Container. Die Schadenssumme wird auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt. Die Ermittlungen der Polizei sind im Gang.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Reimann, Kreis 3, Zürich
    Ich bin immer noch total schockiert, was sich da am Samstag Nacht abgespielt hat. Neu in Zürich (aus New York) muss ich feststellen, dass die Zürcher Polizei anscheinend total machtlos ist. Die Meute war beängstigend und ich kann nur sagen 'Shame on Zürich' Eine der schönsten Städte der Welt, Please, think again!
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  • Kommentar von Peter Schlauer, Zürich
    ob 1. mai, fussballspiele oder gestern, es ist immer eine winzige minderheit die dem rest das fest versaut, schade es war gestern wiklich einzigartig, gute musik, friedliche leute, äusserst kreativ gestaltete umzugsgefährte mit verschiedensten musikrichtungen, mobilen bars etc., und wie sich eine so grosse menschenmenge von einigen wenigen distanzieren soll ist mir ein rätsel
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Dabei wurden Geschäfte geplündert" Plünderungen zu verhindern, würden eigentlich, zumindest in einem funktionierenedem Rechtsstaat, mehr als nur den Einsatz von "Gummischrot, Reizstoff und Wasserwerfer" rechtfertigen.
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