Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen Unmut über steigende Sozialkosten im Winterthurer Gemeinderat

16 Millionen Plus, statt 2 Millionen Minus – so schloss die Rechnung von Winterthur im letzten Jahr ab. Dafür gab es in der Rechnungsdebatte im Gemeinderat Dank von fast allen für fast alle. Nur für einen setzte es eine Ohrfeige: für Sozialvorsteher Nicolas Galladé.

Fassade des Rathauses von Winterthur mit Flagge, die signalisiert, dass der Gemeinderat tagt.
Legende: Die Stadt Winterthur gibt im Sozialbereich zu viel Geld aus, finden die bürgerlichen Parteien im Gemeinderat. SRF

Der Grund für die Ohrfeige: Sein Sozialdepartement hatte bei den Unterstützungsleistungen für Bedürftige das Budget um 10 Millionen Franken überzogen. Das wollten die bürgerlichen Parteien nicht so einfach hinnehmen. Die FDP stellte deshalb den Antrag, die Abnahme für diesen Rechnungsposten zu verweigern und sie fand dafür im Rat eine Mehrheit.

Der gescholtene Nicolas Galladé (SP) sieht wenig Spielraum, etwas zu ändern. Bei diesen Kosten gehe es um Zusatzleistungen zur Sozialhilfe, um Beiträge an die Kleinkinderbetreuung oder um die Alimentenbevorschussung – alles Ausgaben, bei denen der Kanton die Vorgaben mache. «Diese ändern sich laufend, deshalb ist eine Vorhersehbarkeit schwierig», erklärt der Sozialvorsteher.

Dass die Kosten in diesen Bereichen laufend steigen, ist nicht nur für Winterthur ein Problem. Lösen kann es die Stadt nicht allein. Das geben auch die Kritiker des Sozialvorstehers zu.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Danilo Espagnol, Winterthur
    Als Familie aus dem Mittelstand ist es in Winterthur unmöglich bezahlbaren Wohnraum zu finden. Entweder sind die Haus- und Wohungspreise mind. 10-15% über dem Richtpreis oder es bewerben sich unmengen Leute auf eine Mietwohnung. Entweder mit sehr wenig Platz auskommen oder aufs Land ziehen, wo man die Preise als Mittelstand noch bezahlen kann. In der Stadt bleiben die sozial Schwachen und die Reichen... Eine schlechte Entwicklung, aber eine einfach Lösung gibt es nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Maurer, ZH
    Das ist leider alles erst der Anfang! Wir müssen dringend weg von jeder darf kommen und jeder wird durch gefüttert! Hilfe nur noch für Schweizer und sehr gut Integrierte! Alle anderen haben unser Land nicht verdient, werden per sofort mit keinem einzigen Rappen mehr unterstützt und müssen das Land schnellstens verlassen! DURCHZIEHEN!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Selbstverständlich steigen die Sozialkosten an, Winterthur ist ja auch Mitglied der SKOS und dort wird mit der grossen Kelle Geld angerührt. Da ist alles mögliche drin, auch bei den Ergänzungsleistungen wird oft grosszügig Geld verteilt, dankt den Sozialdemokraten und den Grünen, auch die sogenannten Mitteparteien CVP, BDP, GLP usw. machen immer wieder mit. Das Resultat ist, Menschen die für's Alter vorgesorgt haben, haben fast gleich viel Geld zur Verfügung wie die andern und zahlen Steuern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen