«Unsere Helfer brauchte es bereits nach kurzer Zeit nicht mehr»

Mitte Dezember stellten SBB und ZVV den Fahrplan des öffentlichen Verkehrs im Raum Zürich auf den Kopf. Ein neuer Bahnhof, neue S-Bahn-Linien, neue Abfahrtszeiten. Nun zeigt sich: Die Umstellung ist ohne grössere Probleme über die Bühne. Nur im Wehntal brauchte es Anpassungen.

Ein Mann mit einer gelben Weste, daneben eine Frau mit einem Papier in der Hand.

Bildlegende: 200 Kundenberater halfen den Passagieren zu Beginn, sich zurecht zu finden. Keystone

Der 14. Dezember war für die SBB ein Grosskampftag. Im Zürcher Hauptbahnhof mussten Pendlerinnen und Pendler ihre alten Gewohnheiten aufgeben und sich neu orientieren. Und: sie mussten die neuen unterirdischen Gleise finden. «Zu Beginn haben die Pendler zum Teil grosse Augen gemacht», erinnert sich SBB-Sprecher Daniele Palecchi. Doch bereits nach kurzer Zeit hätten sie sich an die neuen Abfahrtszeiten und Gleise gewöhnt. «Wir hatten anfangs 200 Kundenberater vor Ort. Schon nach wenigen Tagen konnten wir sie abziehen.»

Diesen Eindruck bestätigt auch Kurt Schreiber vom Verein Pro Bahn, der die Interessen der Kundinnen und Kunden vertritt. «Ich habe praktisch keine negativen Reaktionen erhalten. Die Leute finden den Weg.»

Problem Wehntal

Neben dem neuen Bahnhof gab es viele weitere Veränderungen. Neue S-Bahn-Linien, neue Abfahrtszeiten, neue Busfahrpläne. Auch hier gab es keine grösseren Probleme. Ausser im Wehntal.

Die S15 von Rapperswil über Uster und Zürich nach Niederweningen hatte im Januar gleich mehrmals derart viel Verspätung, dass sie gewendet wurde. Die Konsequenz: Die Passagier mussten in Dielsdorf oder Steinmauer aussteigen und auf die nächste S-Bahn warten. «Im Wehntal hatten wir tatsächlich zu knappe Fahrzeiten berechnet», gibt SBB-Sprecher Daniele Palecchi zu. «Diese haben wir unterdessen korrigiert.» Das Fazit lautet also: Abgesehen von kleineren Anpassungen hat sich der neue Fahrplan bewährt.