VBZ: «Die Unfälle beim Ein- und Aussteigen machen uns Sorgen»

Die Verkehrsbetriebe Zürich zählten letztes Jahr etwas mehr Unfälle und Schäden. Dabei haben sich aber weniger Passagiere verletzt. Die Kampagne gegen Stoppunfälle scheint sich also auszuzahlen. Handlungsbedarf gebe es jedoch bei Laser-Attacken und Unfällen beim Ein- und Aussteigen.

Ein Tram, das in eine Hausmauer gekracht ist.

Bildlegende: Derartig spektakuläre Unfälle wie hier in Oerlikon gibt es zum Glück nur selten. Keystone

Vandalen, die Billetautomaten kaputt machen oder Züge besprayen. Unfälle mit Autos und Motorradfahrerinnen. Vollbremsungen, bei denen sich Passagiere verletzen. Die Liste der Schadenssmeldungen, welche die Verkehrsbetriebe Zürich heute veröffentlichten, ist lang. 1773 Vorfälle haben die VBZ letztes Jahr gezählt. Das sind zwar etwas mehr als im letzten Jahr (+74), jedoch weniger als im langjährigen Schnitt.

Das freut die VBZ – besonders, weil die sogenannten Stoppunfälle rückläufig sind. Unfälle also, bei denen sich Passagiere verletzen, weil der Bus oder das Tram abrupt bremsen muss. Hier helfe ihre Kampagne, glaubt die VBZ.

Gerade gegenläufig ist die Entwicklung bei den Unfällen beim Ein- und Aussteigen. «Diese Unfälle machen uns Sorgen», sagt Jürg Widmer, Leiter Betrieb bei den VBZ. 152 Passagiere verletzten sich letztes Jahr beim Ein- oder Aussteigen, 13 mehr als im Vorjahr. Auch hier wollen die VBZ deshalb eine Kampagne starten. «Wir wollen die Kundinnen und Kunden darauf aufmerksam machen, dass sie nicht drängeln sollen», erklärt Jürg Widmer.

Problem Laserpointer, ungelöst

Ebenfalls ungelöst ist das Problem mit Laserattacken. 47 derartige Attacken meldeten Bus- und Tramchauffeure letztes Jahr. Die VBZ suchen deshalb nach geeigneten Brillen, welche die Chauffeurinnen tragen könnten. Das sei aber gar nicht so einfach. «Anders als die Stadtpolizei tragen wir die Brillen nicht nur kurz für einen Einsatz, sondern den ganzen Tag lang.» Erste Tests hätten keine geeigneten Modelle ergeben, nun suchen die VBZ weiter.