Video-Offensive an VBZ-Haltestellen

In den letzten Jahren hat der Vandalismus an den Tram- und Bushaltestellen in der Stadt Zürich massiv zugenommen. Deshalb wollen die VBZ die Anzahl ihrer Videoanlagen an den Haltestellen verdoppeln.

Kaputte Scheibe an einer VBZ-Haltestelle am Zürcher Hauptbahnhof.

Bildlegende: Solche Schäden sollen die Kameras verhindern: Kaputte Scheibe an einer VBZ-Haltestelle am Zürcher Hauptbahnhof. Keystone

Letztes Jahr wurden die VBZ mehr als 100 Mal Opfer von Vandalenakten. Dies entspricht einer Zunahme von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Waren früher vor allem Busse und Trams das Ziel von Vandalismus, werden heute immer öfter die Haltestellen mutwillig beschädigt.

«Wir stellen fest, dass Vandalismus vor allem dort stattfindet, wo es keine Videoüberwachung gibt», sagt VBZ-Vizedirektor Jürg Widmer gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Zur Zeit gebe es an Haltestellen nur gerade 14 Videoanlagen. «Diese Zahl wollen wir gerne in den nächsten Jahren verdoppeln.»

Bewilligung unnötig

Aus Kostengründen werden die neuen Videoanlagen allerdings erst installiert, wenn die entsprechenden Haltestellen sowieso umgebaut oder renoviert werden.

Für die zusätzlichen Videokameras brauchen die VBZ keine besondere Bewilligung, die Video-Überwachung ist in der Bundesverordnung bereits geregelt. Die VBZ müssen sich einfach ans geltende Datenschutzgesetz halten.