Viel Stress, viel Druck und trotzdem ein Traumberuf

Am Mittwoch beginnt in Davos das Weltwirtschaftsforum. Für die Fluglotsen von Skyguide in Zürich heisst dies: Zweihundert Flugbewegungen mehr pro Tag. Eine anspruchsvolle, aber auch spannende Zeit. Wie der Beruf des Fluglotsen allgemein. Die Reportage aus Kloten.

Draussen ist es noch tiefe Nacht, doch auf dem Flugfeld leuchtet ein Lichtermeer. Blaue, grüne, rote, weisse, gelbe Lampen flimmern auf den Pisten. Und drinnen, in der «Kanzel», wie die Fluglotsen ihren Arbeitsplatz nennen, blinken die Lämpchen auf den Bildschirmen und Apparaten.

Drei Computermäuse, daneben ein Plan des Flughafens Kloten mit Lichtern.

Bildlegende: «Das WEF ist eine stressige, anspruchsvolle, aber spannende Zeit», sagt Fluglotse Joe Betscha. Keystone

Zwei Männer und eine Frau sitzen im Kontrollraum der Skyguide am Flughafen Zürich. Vor sich drei Bildschirme mit Radar, Flugnummern und dem virtuellen Pistennetz von Kloten. Noch viel wichtiger ist jedoch der Blick nach draussen, auf die Pisten, wo sich neben den Flugzeugen auch Gepäckwagen, Busse mit Passagieren und Handwerker tummeln.

Ein stressiger Job, bei dem der kleinste Fehler grosse Auswirkungen haben kann. Und trotzdem ein Traumberuf, sagt Joe Betscha, seit 15 Jahren Fluglotse. «Du hast grosse Verantwortung, viel Abwechslung - wegen des Wetters und der Piloten aus verschiedensten Ländern und Kulturen. Trotzdem muss das Endresultat immer dasselbe sein. Es ist anspruchsvoll und gleichzeitig spannend und abwechslungsreich.»

(fren; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)