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Sonnenschirm-Test Vom Sechseläuten- zum Schattenplatz

Stadtingenieur Vilmar Krähenbühl und Stadtrat Filippo Leutenegger sitzen unter einem Sonnenschirm auf dem Sechseläutenplatz.
Legende: Jetzt auch Schirmherr: Stadtrat Filippo Leutenegger (rechts). Links im Bild Stadtingenieur Vilmar Krähenbühl. SRF
  • In einem zweimonatigen Test stellt das Zürcher Tiefbauamt insgesamt 20 weisse, quadratische Schirme mit einer Kantenlänge von drei Metern auf.
  • Bewährt sich das System, können in den nächsten Jahren weitere Schirme folgen, auf dem Sechseläutenplatz oder weiteren Stadtplätzen.
  • Die Kosten belaufen sich für die erste Testphase auf rund 40'000 Franken.
Der Zürcher Sechseläutenplatz
Legende: An der prallen Sonne sitzen, ist nicht jedermanns Sache. Die Stadt will jetzt Abhilfe schaffen. Keystone

Immer wieder seien das Tiefbauamt und Vorsteher Filippo Leutenegger gebeten worden, dem Sechseläutenplatz zu mehr Schatten zu verhelfen, schreibt das Tiefbauamt in einer Mitteilung. Die vorhandenen Bäume würden noch zu wenig Schatten spenden. Filippo Leutenegger hat sich die Wünsche nun offenbar zu Herzen genommen und einen Test mit Sonnenschirmen veranlasst.

Weder Fehlplanung noch Wahlkampf

«Es ist leider nicht schneller gegangen», versichert Leutenegger auf die Frage, warum die Stadt erst jetzt reagiere, wo der Sommer bereits seinem Ende entgegengeht.

20 Sonnenschirme auf dem Sechseläutenplatz - das interessiert jeden.
Autor: Filippo LeuteneggerVorsteher Zürcher Tiefbauamt

Von einer Wahlkampfaktion will Leutenegger, der auch fürs Stadtpräsidium kandidiert, nichts wissen: «Man kann jede Aktion auf den Wahlkampf legen.» Es interessiere jeden, wenn plötzlich 20 Schirme auf dem Sechseläutenplatz stehen. Da habe er eine Medienkonferenz machen müssen.

Der umtriebige Tiefbauvorsteher rechnet damit, dass die neuen Schirme Diskussionen auslösen werden. «Wenn es schlecht ankommt oder Vandalenakte gibt, müssten wir das Experiment abbrechen.» Im Moment sei er aber überzeugt, dass die Resonanz positiv ausfalle.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Oberholzer (peteroberholzer)
    Ist dies ein Propagandaartikel für Filippo Leutenegger? Jedenfalls liest er sich so... Angesichts der Tatsachen, dass Leutenegger für das Stadtpräsidium kandidiert und einmal bei SRF angestellt war, erachte ich dies als problematisch.
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    1. Antwort von Regionalredaktion ZH SH
      Danke für den Hinweis. Da zeigt sich, dass die kritischen Zwischentöne offenbar nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Hätte man den Sechseläuteplatz als Wiese gelassen & nicht "zugepflastert", bräuchte es Sonnenschirme nicht. Fakt ist, dass Steine, Beton usw. nicht nur Hitze speichert, sondern diese dann auch wieder abgibt.
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Ich sehe ein Problem: Was, wenn ein Sturm aufkommt? Ansonsten - ja, bei sehr heissem Wetter ist Schatten oft Mangelware. Übrigens auch Luftzirkulation: Schon ein leises Lüftchen lässt Hitze um Welten erträglicher werden. Ist in der Stadtplanung eigentlich ein bekanntes Problem, das aber dennoch zu wenig beachtet wird.
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