«Vor der Manifesta ist nichts mehr sicher!»

Das Kunstfestival «Manifesta» will 2016 neue Wege gehen. Neben Künstlerinnen und Künstlern will Kurator Christian Jankowski auch Zürcher Bürgerinnen und Bürger ins Boot holen.

Das europäische Kunstfestival «Manifesta 11», das 2016 in der Stadt Zürich stattfindet, dreht sich um «Berufe und Arbeit». Kurator Christian Jankowski will nebst Künstlerinnen und Künstlern auch Berufsleute als «Hosts» suchen und aus der Begegnung heraus Kunstprojekte entwickeln.

Jeder Künstler, jede Künstlerin soll einen Berufsmann oder eine Berufsfrau als Gastgeber auswählen, der oder die auch irgend einen Bezug zur Kultur hat – und sich auf das Experiment einlässt. Jankowski schwebt vor, dass der Gastgeber den Künstler am Flughafen oder Bahnhof abholt und ihm Zürich aus seiner Sicht zeigt.

Wenn Bürgerinnen und Bürger an der Produktion der Manifesta beteiligt seien, dann interessiere das Festival die Zürcherinnen und Zürcher hoffentlich auch, sagt Christian Jankowski im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Kunst in der Polizeiwache?

Er stellt sich Kunst an allen Ecken der Stadt vor. Sei es im Einkaufszentrum, in der Stadtverwaltung, einer Kirche, der Polizei oder Feuerwehr. «Kein Raum ist ausgeschlossen, vor der Manifesta ist nichts mehr sicher!» warnt Jankowski lachend.

Die Manifesta ist eine der wichtigsten europäischen Kunstbiennalen. Sie hat keinen festen Austragungsort, sondern zieht von Stadt zu Stadt. Im Sommer 2016 macht sie für 100 Tage Station in Zürich.