«Wädenswil könnte sich zu 40 Prozent mit Sonnenstrom versorgen»

Wie gross ist das Potenzial der Dächer von Wädenswil? Diese Frage liess sich der Wädenswiler Stadtrat mit einer Studie beantworten. Diese zeigt nun, Wädenswil könnte bereits heute beinahe die Hälfte seines Stromverbrauchs mit Sonnenenergie decken.

Solarzellen auf einem Wohnblock in Wädenswil

Bildlegende: Solarstrom: Viel Potential auf den Dächern von Wädenswil ZVG

Selbst an der sogenannten «Pfnüselküste», dem linken Zürichseeufer, gibt es genug Sonne für Solarstrom. Dies zeigt eine Studie, die der Stadtrat von Wädenswil in Auftrag gegeben hat. Die Resultate seien vielversprechend, kommentiert der Leiter der Stadtwerke Wädenswil Rolf Baumbach.

300 Dächer decken 10 Prozent des Strombedarfs

Die Studie, der Wädenswiler Hochschule (ZHAW) zeigt, dass alleine wenn die 300 am besten geeigneten Dachflächen in Wädenswil mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet würden, 10.6 Gigawattstunden Strom pro Jahr Strom erzeugt werden könnte. Dies entspricht knapp 10 Prozent des gesamten Strombedarfs der Stadt Wädenswil. Der Leiter der Forschungsgruppe der ZHAW Jürg Rohrer ist überzeugt, dass das Potenzial der Stadt Wädenswil aber weit grösser ist: «Wädenswil könnte sich mit Sonnenstrom in der Jahresbilanz heute bereits zu 40 Prozent selbst versorgen.»

Das ist ein theoretischer Wert. Stadtrat Ernst Brupbacher geht davon aus, dass es fünf bis zehn Jahre dauert, um nur schon die meisten der 300 geeignetsten Dächer mit Solaranlagen zu bestücken.

Im Gespräch mit interessierten Energielieferanten

All diese Haus- und Wohnungsbesitzer wurden nun angeschrieben und zu einer Informationsveranstaltung im Juni eingeladen. Eine finanzielle Unterstützung kann Brupbacher zwar nicht in Aussicht stellen: «Wir können aber unsere Beratung anbieten und andere Wege aufzeigen - zum Beispiel ein sogenanntes Energie-Contracting.» Die Stadt Wädenswil sei konkret mit Energielieferanten im Gespräch, die Hausdächer für ihre eigenen Solaranlagen suchen. Dazu gehörten das EKZ und Erdgas Zürich.