Zürcher Stadtratswahl 2014: Die Karten werden nun gemischt

Die bürgerlichen Parteien planen im Hinblick auf die Wahlen mit einem Schulterschluss die links-grüne Dominanz im Zürcher Stadtrat zu sprengen. Das links-grüne Lager will sich ebenfalls mit einer starken Zusammenarbeit verteidigen.

Zürcher Stadthaus mit Parteienlogos.

Bildlegende: Wer geht mit wem? In den politischen Lagern zeichnen sich Schulterschlüsse ab. Keystone/SRF

Die grüne Stadträtin Ruth Genner verzichtet auf eine Wiederwahl 2014. Und auch Martin Waser (SP) tritt dann nicht mehr an. Der Kampf um diese beiden Sitze hat bereits begonnen.

Das links-grüne Lager muss sich auf einen Grossangriff der Bürgerlichen gefasst machen. Für Christoph Hug, Co-Präsident der Grünen, ist klar, dass man sich nur mit einem Schulterschluss verteidigen kann. «Ich bin zuversichtlich, dass die links-grünen Parteien ihre Kandidatinnen und Kandidaten gegenseitg unterstützen werden.»

Ein Vorschlag, der bei Andrea Sprecher, Co-Präsidentin der SP, gut ankommt: «Im Moment spricht überhaupt nichts dagegen.» Allerdings räumt sie ein, dass der Entscheid bei der Delegiertenversammlung liege und es «schon noch darauf ankomme, wer genau mit wem zusammenarbeiten will». Den neuen AL-Stadtrat Richard Wolff unterstützte die SP im Wahlkampf - mindestens offiziell - nicht.

Auch auf bürgerlicher Seite bemüht man sich übrigens um eine Zusammenarbeit. SVP-Präsident Roger Liebi steht jedenfalls einer Offerte von Michael Baumer, dem Präsidenten der FDP, offen gegenüber.