The Best FIFA Football Award War's das mit Ronaldo und Co. in Zürich?

Zürcher Hotels schrecken auf: Die Austragung der Gala «The Best FIFA Football Award» findet nicht mehr in Zürich, sondern in London statt. Das hat der FIFA-Council in Bahrain beschlossen. An der Veranstaltung werden jeweils die besten Spieler sowie der Trainer und das Team des Jahres ausgezeichnet.

Die Spatzen zwitscherten es bereits im Herbst von den Dächern, nun hat die FIFA den Vogelgesang bestätigt: Die Gala «The Best FIFA Football Award» wird diesen Oktober in London ausgetragen. Der Weltfussballverband kehrt der Stadt Zürich den Rücken zu. FIFA-Sprecher Giovanni Marti relativiert: «Der Entscheid ist nicht gegen den Standort Zürich. Der Award soll zukünftig einfach in verschiedenen Städten stattfinden.» Er schliesst eine Rückkehr der Veranstaltung nach Zürich nicht aus.

«  Damit fehlen den Zürcher Hotels ein paar tausend Übernachtungen. »

Martin von Moos
Präsident Verband Zürcher Hoteliers

Für Martin von Moos, den Präsidenten des Verbands Zürcher Hoteliers, ist dies ein schwacher Trost. Der glamouröse Event hat im umsatzschwachen Januar jeweils die Hotelbetten und somit auch die Kassen der Hotels gefüllt. Tausende Übernachtungen würden nun fehlen. Aber nicht nur die Hotels leiden: «Es war eine Veranstaltung, von der die gesamte touristische Wertschöpfungskette profitiert hat.»

Auch die Stadt Zürich spricht von einem Verlust. Sportvorsteher Gerold Lauber sagt: «Die fussballinteressierte Welt schaute nach Zürich. Und das haben wir jetzt nicht mehr.» Enttäuscht sei er vor allem über die Art der Kommunikation gewesen. «Ich habe es am Mittwochmorgen im Radio gehört. Eigentlich waren wir mit der FIFA einig, dass die Stadt vorgängig über den Entscheid informiert wird.»

Kein Abschied für immer?

Die FIFA schlägt indes sanftere Töne an. Gemäss Sprecher Giovanni Marti könnten schon bald andere Veranstaltungen in Zürich stattfinden: «Wir haben verschiedene Ideen, wie wir Fussballlegenden und den ganzen Fussball als Event verpacken können.» Spruchreif sei allerdings noch nichts.