Regionaljournal Wochengast Was Unternehmen in die «Greater Zürich Area» lockt

Balz Hösly ist zufrieden mit dem Jahr 2016, obwohl seine Standortmarketingorganisation «Greater Zürich Area» kleinere Brötchen backt. Die hohen Kosten blieben das grosse Thema für Unternehmen, die er nach Zürich holen will. Deshalb hält er Steuererleichterungen weiterhin für zwingend.

Balz Hösly, Verwaltungsrats-Präsdient der «Greater Zurich Area»

Bildlegende: Balz Hösly bezeichnet das Standortmarketing als filigranes Puzzlespiel. zvg

Es ist das beste Ergebnis der vergangenen fünf Jahre: 101 Unternehmen hat die «Greater Zürich Area» (GZA) im Jahr 2016 angesiedelt. Im Schnitt schufen diese vier Arbeitsplätze mit der Absicht, diese Zahl in den kommenden fünf Jahren auf 15 zu steigern.

Balz Hösly, VR-Präsident der GZA, ist damit «recht zufrieden». Seine Organisation ziele nicht auf die Ansiedlung von Grossfirmen ab, sondern auf kleine, hochspezialisierte Unternehmen, die von hier aus den europäischen Markt erobern wollten, sagt Hösly als «Regionaljournal-Wochengast». Dass die Standortvermarkterin GZA trotz Unsicherheit bezüglich Zuwanderung und Steuerreform 2016 so erfolgreich war, wertet Hösly nicht als Zeichen, dass die Steuerbelastung doch keine so grosse Rolle bei der Firmenansiedlung spielt.

«  Die hohen Kosten sind permanent ein Thema. »

Balz Hösly
VR-Präsident Greater Zürich Area

So gebe es durchaus Firmen, die ihre Projekte für eine Ansiedlung im Grossraum Zürich wieder zurückgezogen hätten. «Standortmarketing ist ein filigranes Puzzlespiel», erklärt Balz Hösly. Man müsse aufpassen, dass der Bogen nicht überspannt werde.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)