Zum Inhalt springen
Inhalt

Wenig Primarlehrer Viele Interessierte, aber kleine Ausbeute

Seit zwei Jahren setzt sich ein Verein für mehr männliche Primarlehrer im Kanton Zürich ein. Der Erfolg ist mässig.

Lehrer zeigt auf Wandtafel
Legende: Das ist die Ausnahme. Nicht einmal jede fünfte Lehrerstelle ist durch einen Mann besetzt. Keystone

Jeder dritte Lehrer soll männlich sein. Das ist das Ziel des Vereins «Männer an die Primarschule». Im Moment ist knapp jeder fünfte Lehrer ein Mann. Der Verein gründete sich vor rund zwei Jahren, nun ist das erste Projekt abgeschlossen.

In diesem ersten Projekt konzentrierte sich der Verein auf Männer über 30, die mit der Idee liebäugeln, ihren angestammten Beruf an den Nagel zu hängen und Lehrer zu werden. Christa Kappler von der Pädagogsichen Hochschule Zürich hat für diese Männer einen Schnuppertag organisiert.

Grosses Interesse, kleine Ausbeute

Das Interesse war gross, rund 60 Männer hätten teilgenommen, so Kappler. Ein Jahr später kontaktierte sie die potentiellen Lehrer wieder, um herauszufinden, ob sie den Quereinstieg gewagt haben.

Das Ergebnis: ziemlich ernüchternd. Zwei Männer haben ein PH-Studium begonnen, drei Männer haben sich an der Hochschule angemeldet. Viele Männer hätten die Ausbildung unterschätzt, so Kappler. Das Studium dauert zwei bis drei Jahre.

Der Verein «Männer an die Primarschule» will nun seine Strategie anpassen. In Zukunft soll nicht mehr nur Werbung für den Lehrerberuf gemacht werden. Der Verein will dafür sorgen, Interessierte zum Beispiel Stipendien erhalten, um ein PH-Studium überhaupt finanzieren zu können.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Lehrer(in) zu sein, ist heute in einer völlig globalisierten Multikultur-Gesellschaft einen sehr anspruchsvollen und nervenraubenden Beruf! In diesem Umfeld haben regulierte Quoten nichts zu suchen! Wer den hohen Ansprüchen, als Primarlehrer(in) zu arbeiten, gewachsen ist und auch dazu bereit sein will, soll den Beruf ausüben, ob er nun ein Mann oder ob sie eine Frau ist!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Eine Männerquote muss her! Oder? Schliesslich ist das haargenau dieselbe Diskussion wie bei Frauenquoten in Unternehmen, in Räten, in Führungspositionen. Einfach umgekehrt. Bin gespannt auf die "ja, aber"-Einwände...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen