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Weniger Arbeitslose Mehr Stellen - trotzdem gibt es mehr Ausgesteuerte

In der Industrie gibt es wieder mehr Jobs. Dennoch ist es für ältere Arbeitslose schwierig, eine neue Stelle zu finden.
Legende: In der Industrie gibt es wieder mehr Jobs. Dennoch ist es für ältere Arbeitslose schwierig, eine neue Stelle zu finden. Keystone
  • Im Kanton Zürich lag die Arbeitslosenquote 2017 im Durchschnitt bei 3,5 Prozent; 0,2 Prozent weniger als 2016
  • Dennoch gab es mehr Ausgesteuerte
  • Im Kanton Schaffhausen ging die Arbeitslosigkeit 2017 von 3,5 auf 3,2 Prozent zurück

Im Kanton Zürich haben im letzten Jahr wieder mehr Leute eine Stelle gefunden. Eine Folge der besseren Wirtschaftslage. Neben dieser positiven Entwicklung gab es jedoch auch eine negative, welche zu einer tieferen Arbeitslosenquote führte.

Das Niveau bei den Ausgesteuerten war 2017 relativ hoch.
Autor: Irene TschoppAmt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich

Etwa 5'500 Arbeitslose wurden ausgesteuert. Das heisst, sie haben kein Anrecht mehr, Geld von der Arbeitslosenkasse zu beziehen. Solche Fälle gab es 2017 «relativ häufig», erklärt Irene Tschopp vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich. Diese Zunahme sei immer noch ein «Nachhall der Frankenstärke von 2015».

Junger Bauarbeiter hat bessere Chancen als ältere Verkäuferin

Viele vor allem ältere Angestellte, die damals ihren Job verloren hatten, fanden keine neue Stelle mehr. Sie konnten auch nicht davon profitieren, dass sich die Industrie 2017 wieder erholt hatte.

Besser präsentiert sich die Situation 2017 auf dem Bau. Weiterhin schwierig ist es, eine Stelle im Gastgewerbe und im Verkauf zu finden. Überspitzt formuliert: Ein junger Bauarbeiter hatte 2017 bessere Chancen eine Stelle zu finden als eine ältere Verkäuferin.

Spezielles Programm für Langzeitarbeitslose

Anders präsentiert sich die Situation im Kanton Schaffhausen. Dieser hat für Langzeitarbeitslose eine spezielle Arbeitslosenhilfe.

Dank diesem Programm können wir vielen den Weg zur Sozialhilfe ersparen.
Autor: Vivian BinerArbeitsamt Schaffhausen

Dort erhalten sie weitere sechs Monate Arbeitslosengeld und absolvieren gleichzeitig eine Weiterbildung oder ein Arbeitsprogramm. «Etwa 60 bis 70 Prozent finden nach diesem Programm eine Anschlusslösung», sagt Vivian Biner vom Schaffhauser Arbeitsamt. Vielen Betroffenen könne so der Gang zur Sozialhilfe erspart werden. Zurzeit befänden sich 165 Leute in einem solchen Programm.

Immer mehr Hochqualifizierte auf dem Arbeitsamt

Auch sonst hat sich der Arbeitsmarkt in Schaffhausen positiv entwickelt. Die Arbeitslosenquote ging 2017 von 3,5 auf 3,2 Prozent zurück und liegt wieder unter dem schweizerischen Durchschnitt. Dennoch stellt Biner auch in Schaffhausen eine negative Tendenz fest. Der Anteil der Arbeitslosen mit Hochschulabschluss stieg von 15 auf 20 Prozent. Ein Grund: Immer häufiger werden Spezialisten nur für ein bestimmtes Projekt angestellt. Ist das Projekt zu Ende, müssen sie eine neue Stelle suchen. Dennoch geht Biner davon aus, dass die Arbeitslosigkeit im Kanton Schaffhausen 2018 weiter zurückgeht.

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