Weniger Videokameras an Zürcher Schulhäusern

600 Überwachungskameras an städtischen Schulhäusern sind zuviel. So befand der Zürcher Gemeinderat und überwies ein Postulat, das den Stadtrat auffordert, die Zahl von Kameras im Kampf gegen Vandalismus deutlich zu reduzieren.

Überwachungskamera an einer Hauswand

Bildlegende: Videokameras an Schulhäusern sollen vor Vandalismus schützen. Keystone

Selten waren sich die Stadtzürcher Parlamentarierinnen und Parlamentarier so einig: Der Einsatz von 600 Überwachungskameras sei unverhältnismässig, hiess es von links bis rechts. Und das Postulat der Grünliberalen löste eine Debatte aus, die weit über bewachte Schulhauseingänge und Pausenplätze hinausreichte.

Gehe dies nämlich weiter, sei die Stadt Zürich demnächst flächendeckend überwacht. «Es graut mir vor der Vorstellung, dass Beamte tags und nachts an Joysticks sitzen und jeden Winkel der Stadt ausleuchten und filmen», sagte Mauro Tuena von der SVP.

Der Stadtrat war bereit, das Postulat entgegenzunehmen - nicht zuletzt, um den Vorwurf zu entkräften, er plane eine flächendeckende Überwachung. Der Vorstoss wurde schliesslich einstimmig überwiesen. Der Stadtrat muss sich nun überlegen, wo Überwachungskameras an Schulhäusern wirklich zwingend sind und wo man darauf verzichten kann.