Wenn der Singsaal auch der älteste Zürcher Jazzclub ist

Ein Jazzclub braucht nicht unbedingt ein düsteres, verrauchtes Ambiente, um Erfolg zu haben. Dies zeigt der Jazzclub Allmend in Oberengstringen: Seit 25 Jahren veranstaltet er im Singsaal eines Schulhauses Jazzkonzerte mit allen, die in der Szene Rang und Namen haben.

Es war am Neujahrsmorgen 1988, als Martin von Aesch zusammen mit ein paar Freunden den Singsaal des Schulhauses Allmend kaperte, um eine Jamsession zu feiern. «Ich war dort als Lehrer angestellt und wusste, dass der Schulhausabwart in den Ferien war», erinnert sich von Aesch gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Am Schluss der Session fand einer der Kollegen, aus dem Ort sollte man etwas machen. Ein Steilpass für von Aesch: Zusammen mit zwei anderen Musikern gründete er einen Verein: «In Zürich war alles zu, es gab keine anderen Clubs. Das war unsere Chance.» Von Aesch und seine Mitstreiter packten sie: Mittlerweile existiert der Jazzclub Oberengstringen seit 25 Jahren.

«  Die Zürcher kamen aus der Stadt um in Oberengstringen Jazz zu hören. »

Martin von Aesch
Präsident Jazz Club Allmend

Von der Gründung bis heute gastierte im Jazzclub Oberengstringen alles, was in der Szene Rang und Namen hat - ohne dass von Aesch die Musiker anfragen müsste. Im Gegenteil: «Mittlerweile haben wir einen solchen Ruf, auch international, dass man uns anruft.»

Martin von Aesch

Martin von Aesch, Präsident des Jazzclubs Allmend in Oberengstringen

Martin von Aesch, Präsident des Jazzclubs Allmend in Oberengstringen zvg

Martin von Aesch ist Autor und Komponist und wohnt in Schlieren. Von seinem Vater Werner von Aesch übernahm er die «Schlieremer Chind». Als Präsident des Jazzclubs Oberengstringen organisiert er rund 15 Konzerte im Jahr.

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