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Wieder mehr Fluglärmgeplagte Der Zürcher Fluglärmindex steigt und steigt

Auch im Jahr 2017 ist die Zahl der Menschen, die unter Fluglärm leiden, weiter gewachsen. Trotz leiseren Flugzeugen.

Legende: Audio Und wieder ein neuer Rekordwert an Fluglärmgeplagten abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
02:43 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 07.12.2018.

Einmal mehr ist im vergangenen Jahr die Zahl der Menschen gestiegen, die rund um den Flughafen Zürich von Fluglärm gestört werden. Die Gründe sind Jahr für Jahr dieselben: In der betroffenen Region wächst die Bevölkerung und die Zahl der Flüge steigt.

Legende:
Durch Fluglärm gestörte Personen - der ZFI seit 2007 *Seit 2011 unter Berücksichtigung passiver Schallschutzmassnahmen. RZ bezeichnet den Richtwert von rund 47'000 belästigten belästigten Personen, der nicht überschritten werden sollte. EMPA-Bericht zum Züricher Fluglärmindex

Das zeigt der Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) des Jahres 2017. Dieses Instrument war 2007 eingeführt worden: Damit wird die Zahl der von Fluglärm geplagten Menschen rund um den Flughafen Zürich gemessen. Höchstens 47'000 Personen dürften sich stark gestört fühlen, wie das Volk an einer Abstimmung festgelegt hatte.

Ein Flugzeug überquert eine Wohnsiedlung.
Legende: Weil immer mehr Menschen in die Flughafenregion ziehen, sind auch immer mehr vom Fluglärm betroffen. Wie hier in Kloten. Keystone

Aber auch 2017 wurde dieser Wert wie in den Vorjahren einmal mehr überschritten: Die Zahl der Menschen, die gemäss dem ZFI unter Fluglärm leiden, stieg erneut um rund 1400 Personen, wie es am Freitag bei der Präsentation des Flughafenberichts hiess.

Insegamt seien im letzten Jahr rund 65'500 Personen betroffen gewesen. Dies entspricht einer Zunahme um 2,2 Prozent. Der Richtwert wurde damit um über 18'500 Personen überschritten.

Leisere Flugzeuge helfen

Das Bevölkerungswachstum rund um den Flughafen Zürich ist gemäss Mitteilung für die eine Hälfte des Anstiegs verantwortlich. Die andere Hälfte geht auf den Flugbetrieb zurück, da die Flugbewegungen gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen haben.

Gemäss Mitteilung konnte dank leiseren Flugzeugen die Zahl von im Schlaf stark gestörten Personen beinahe kompensiert werden. Auch Schallschutzmassnahmen zeigen erste positive Auswirkungen auf den ZFI.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Sobota (Martin_S)
    Ich wohne seit 5 Jahren in Flugplatzbereich und mein Eindruck ist, der Lärmpegel ist im meinem Wohnort gesunken. Dann wär der Anstieg mit Zuzug erklärbar. Objektive Lärmmessungen wären hier wichtig. Könnte auch sein, dass ich wegen des Lärms langam Hörvermögen verliere und mein Eindrusk so entstanden ist ;)
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  • Kommentar von Adi Berger (Adi B.)
    Höhere Passagierzahlen sind doch für den Flughafen doch immer das höchste der Gefühle. Würde endlich eine verhältnismössig ähnlich hohe Besteuerung des Kerosins wie bei den Treibstoffen für Autos eingeführt würden die Flugpreise steigen und hoffentlich die Passagierzahlen sinken.
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  • Kommentar von Adrian Müller (Andymüller)
    Es ist immer das selbe. Die Leute ziehen in die nähe von Flughafen und Kirchen oder auf's Land. Bei den einen stört der Fluglärm bei den anderen die Kirchturm Glocken oder die Kuh Glocken. Da ist es Preiswerter zu wohnen und wollen die sachen wo es Preiswert macht nicht in Kauf nehmen. Das selbe ist bei den Autobahnen. Äs Füferli und s'Weggli.
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