«Wir wären froh, wenn uns die Stadt unterstützen könnte»

Die Rote Fabrik, das alternative Kulturzentrum in Zürich, schreibt rote Zahlen. Schuld daran sei der Grossbrand 2012, sagen die Betreiber. Seither dürfen bei einem Anlass massiv weniger Personen in das Lokal. Nun hoffen die Betreiber auf höhere Subventionsbeiträge der Stadt.

Feuerwehrleute löschen den Brand bei der Roten Fabrik im Mai 2012.

Bildlegende: Der Brand im Mai 2012 zerstörte unter anderem auch die «Aktionshalle», ein Konzertlokal in der Roten Fabrik. Keystone

Die Rote Fabrik steckt in einer unangenehmen Lage, aus der sie sich selbst kaum befreien kann: Seit einem Grossbrand 2012 dürfen statt 1300 nur noch 900 Personen in das Lokal. Die Einnahmen sind deshalb massiv eingebrochen, das Vermögen ist von 400'000 auf 24'000 Franken zusammengeschmolzen.

Die Sanierung wird erst 2015 abgeschlossen - verantwortlich dafür ist die Stadt Zürich. «Wir müssen warten, bis es Schritt für Schritt weiter geht, sagt Katharina Prelicz-Huber, Vorstandsmitglied im Verein IG Rote Fabrik, gegenüber dem «Regionaljournal ZürichSchaffhausen». Bis jetzt erhält die Rote Fabrik von der Stadt Subventionen in der Höhe von 2,5 Millionen Franken jährlich.

«Für die Einbussen können wir schlicht und einfach nichts dafür», sagt Prelicz-Huber. Sie wäre deshalb froh, wenn die Stadt während einer Übergangszeit in die Bresche springen würde. Alle Forderungen der Stadt, wie zum Beispiel eine vollständige Jahresrechnung 2012 oder ein an die neue Situation angepasstes Budget, habe man erfüllt. «Es geht in eine gute Richtung», sagt dazu Nat Bächtold, Sprecher des Präsidialdepartementes. Ob eine Erhöhung des Budgets dann noch nötig sei, werde man sehen.