Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Wohnen in Zürich: Ein Badezimmer genügt

Um die Mietzinsen in Zürich zu senken, setzt der Stadtrat auf das Thema Suffizienz. Eine 4-Zimmer-Wohnung brauche nicht zwei Badezimmer und auch nicht den neusten Glaskeramikherd. Das schreibt der Stadtrat in seinem neuen Leitfaden für sozial nachhaltiges Bauen.

Transparent an einer Hausfassade mit der Aufschrift: "WIr suchen Sie als Mieter!"
Legende: Die Stadt Zürich will künftig besser durchmischte Wohnsiedlungen. Keystone

Wohnen in der Stadt Zürich soll wieder günstiger werden. Dies ist das Ziel des Zürcher Stadtrats. In seinem neuen Leitfaden für sozial nachhaltige Sanierungen und Ersatzneubauten – einer vierseitigen Broschüre – hält er vier «Erfolgsfaktoren» fest, welche dies ermöglichen sollen.

Ein wichtiges Thema dabei ist die sogenannte Suffizienz. Um die Mieten tief zu halten, soll es künftig weniger Luxussanierungen geben.

Eine 4-Zimmer-Wohnung benötige nicht zwei Badezimmer und auch nicht den neusten Glaskeramikherd. Durch das günstigere Bauen könnten die Mieten gesenkt werden.

Hauseigentümerverband pocht auf Freiheit

Ziel des neuen Leitfadens ist es auch, eine bessere Durchmischung der Mieterschaften einzelner Liegenschaften zu erreichen. Dies könne unter anderem durch die Schaffung von Gemeinschaftsräumen gefördert werden.

Der Zürcher Hauseigentümerverband (HEV) begrüsst den neuen Leitfaden der Stadt grundsätzlich. «So wissen wir Schwarz auf Weiss, was die Stadt zu diesen Punkten meint», sagt HEV-Direktor Albert Leiser.

Leiser pocht aber darauf, dass die Anregungen im Leitfaden unverbindlich bleiben und nicht zu einem Gesetz werden. «Letztlich soll der Hauseigentümer die Freiheit haben, eigenständig zu entscheiden, was er mit seiner Liegenschaft vorhat und was nicht.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jürg Meiner, Dietikon
    Ein schlechter Witz. Die Stadt zockt die Bauwilligen ab, wo sie nur kann, mit Auflagen und Gebühren und dann verteilt sie scheinheilige Broschüren, mit welchen die zukünftigen Mieter bevormundet werden sollen! Planwirtschaft pur!:-(
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Erst eine Empfehlung, dann eine Gesetzgebung für Neubauten, dann Strafsteuern für Mehrbadbesitzer. Grotesk. Die Entwicklung ist absehbar und ist das fatale Ende der Freiheit durch ein sozialistisches Klassendenken. Allerdings –und das ist das grosse Paradoxon dabei- zu Gunsten einer wirtschaftlich erwünschten Menschheitsverdichtung. Verschleierte Massenversklavung im Klartext. Bleibt zu hoffen, dass auch die überzeugtesten Gutmenschen bald die Zusammenhänge erkennen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen