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Zürich Schaffhausen Wucherpreise für vergammelte Wohnungen in Zürich

Kantons- und Stadtpolizei Zürich haben eine Grossaktion gegen überrissene Mietzinse durchgeführt. In den drei betroffenen Liegenschaften im Kreis vier leben rund 120 Personen, deren Wohnungen völlig verwahrlost sind . Der Hauseigentümer und drei weitere Personen wurden verhaftet.

Legende: Video Schlag gegen Mietzins-Wucher abspielen. Laufzeit 07:01 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.10.2015.

Die Kantons- und Stadtpolizei Zürich gingen im Zürcher Kreis 4 mit einer Razzia gegen überteuerte Mietzinsen vor. Die Polizei befragte in drei Mehrfamilienhäusern an der Neufrankengasse und der Magnusstrasse rund 120 Bewohnerinnen und Bewohner.

Der Hauseigentümer sowie drei Mitarbeiter der Liegenschaftsverwaltung wurden verhaftet, wie die Stadt- und Kantonspolizei mitteilten. Bei den Verhafteten handelt es sich um drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 39 und 56 Jahren.

Wohnungen ohne Wasser, Strom und Heizung

In den drei Mietshäusern deckten die Behörden zum Teil desolate Zustände auf. Die Bewohner lebten auf engstem Raum und zu überteuerten Preisen, heisst es in der Mitteilung. Die Wasser-, Strom- oder Wärmeversorgung funktionierten teilweise nicht. Sanitäre Anlagen gab es in einem Wohnhaus lediglich in Form von Etagentoiletten, die aber auch nur teilweise funktionierten.

Für ein Zimmer mit rund 10 bis 20 Quadratmetern verlangte der Vermieter eine Miete von über tausend Franken pro Monat. Ein Teil der Mietobjekte in den sanierungsbedürftigen Häusern verfügt nur über beschränktes Tageslicht. Viele der Bewohner sind Sozialhilfebezüger.

Die Feuerpolizei und das Amt für Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich hatten den Eigentümer mehrfach auf die Mängel aufmerksam gemacht. Bislang sind laut Polizei jeweils nur die nötigsten Reparaturen vorgenommen worden.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt E. Müller (KEM)
    Ich habe den Verdacht, dass die Polizei sich einfach mal in all den vielen Wohnungen mit den Problemmietern offiziell etwas umsehen wollte, aber wohl eher im Hinblick auf allfällige Kriminalität der Mieter. Der Vorwurf von Wucher an den Vermieter ist lächerlich. 1'100.-- für eine Wohnung mit Bad und Küche ist in Zürich Alltag. Und wie die Wohnung innen aussieht, ist nicht Sache des Vermieters, er darf ja die Wohnung gar nicht betreten. Ein mittelguter Anwalt, und die Sache ist vom Tisch.
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  • Kommentar von Mike Steiner (M. Steiner)
    Moment mal! Wenn man sich die Bilder auf anderen Medien zu dieser Story ansieht, dann sieht man völlig verdreckte Küchen und Etagenklos. Da stellt sich dann aber AUCH dir Frage: wo ist denn die Selbstverantwortung der Mieter? Gibt es Hausregeln und Putzpläne? UNTER UMSTÄNDEN müssten sich diese Leute also selber an die Nase fassen. Die unkritische Kolportierung von Mutmassungen ist schlechter Journalismus!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Die EINE, hier aufgezeigte SEITE dieser unglaublichen Zustände, ist tatsächlich eine höchst KRIMINELLE Machenschaft und sollte nach ALLEN Abklärungen die Vermieter vor den Richter führen! Nun, es gibt aber auch noch eine 2. Seite: Das Verhalten all der Sozialhilfe- oder ALV-Bezüger in diesen Wohnungen! Die in der Tagesschau gezeigten Bilder waren schockierend, ja sogar zum "Erbrechen" beim hinschauen! Offenbar wird NICHT und NIE etwas gereinigt, versorgt, abgewaschen oder geputzt! Unglaublich!
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