ZH Regierungsrat bleibt hart Der Schiffsfünfliber bleibt an Bord

Auf den Zürichseeschiffen soll weiterhin ein Zuschlag gelten. Die Zürcher Regierung sieht keinen Anlass dies zu ändern.

Eine Hand hält einen Fünfliber hoch. Im Hintergrund ein Zürichsee-Schiff

Bildlegende: Sorgt seit Anfang Jahr für Diskussionen: Der Schiffsfünfliber auf den Schiffen der Zürichsee-Gesellschaft ZVG. Keystone

Darum geht es: Auf den Schiffen der Zürichsee-Gesellschaft muss seit Anfang Jahr ein Zuschlag von fünf Franken bezahlt werden. Seither sind die Passagierzahlen eingebrochen: In den Sommermonaten beförderte die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft trotz schönem Wetter einen Drittel weniger Passagiere als im Vorjahr. Weil auf den Schiffen weniger läuft, musste in der Gastronomie ein Fünftel des Personals entlassen werden.

Die Forderung des Kantonsrats: Der Schiffsfünfliber schlug auch im Parlament hohe Wellen. SP und EVP verfassten einen parlamentarischen Vorstoss, welcher die Abschaffung des Ticketzuschlags fordert. In einer Anfrage vom Juli schrieben die Parteien, der Schiffsfünfliber löse viel Unverständnis und nachhaltige Verärgerung aus. Der ZVV erleide dadurch einen Imageschaden.

Die Antwort des Regierungsrates: Kritische Äusserungen wegen eines neuen Zuschlags lägen in der Natur der Sache, schreibt der Regierungsrat. Einen Imageschaden gebe es nicht. Ausserdem bewege sich der Passagierrückgang im Rahmen des Erwarteten. Sein Fazit: Es bestehe vorläufig kein Anlass, den Schiffsfünfliber wieder abzuschaffen.

Die Regierung bezieht sich in ihrer Antwort allerdings nur auf die Zahlen im ersten halben Jahr. Wie sich Passagierzahlen und Einnahmen verändern, will die Regierung nach einem Jahr beurteilen.