Zürcher Bauern: Umsatteln wegen neuem Tierschutzgesetz

Der eine vergrössert seine Milchwirtschaft, der zweite pflanzt nur noch Mais an, der dritte sattelt auf kleinere Kühe um: Drei Beispiele von Bauern, die sich wegen der strengeren Tierschutzvorschriften neu orientieren mussten. Und dies nicht bereuen.

Die neuen und strengeren Tierschutzvorschriften gelten ab September. Bauer Hans Frei, Präsident des Zürcher Bauernverbandes und SVP-Kantonsrat, stand vor der Wahl: Entweder den Hof in Watt ausbauen oder ganz aufhören mit der Milchwirtschaft.

Moderner Melkroboter

Die Familie entschied sich für Ersteres, baute für zwei Millionen Franken den Stall aus und schaffte sich einen modernen Melkroboter an. Die Investitionen hätten sich gelohnt: «Die Tiere geniessen es. Es ist toll, dass wir das realisieren konnten», sagt Frei gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Anders die Situation bei Landwirt Philip Ogg, auch er lebt in Watt. Wegen des neuen Tierschutzgesetzes verabschiedete er sich von der Viehhaltung und pflanzt jetzt Zuckermais und Christbäume an. Finanziell habe sich die Umstellung für ihn sicher gelohnt, sagt er.

Klein und pflegeleicht

Berufskollege Stefan Ulrich aus Unterstammheim wählte einen anderen Weg: Er entschied sich für die kleinen Jersey-Kühe, um seinen Stall nicht ausbauen zu müssen. «Ich bereue es nicht. Die Tiere sind angenehm zu halten», lautet sein Fazit.