Zürcher Gemeinderat sagt Nein zu Spitalfusion

Das Stadtparlament will nichts wissen von einem Zusammenschluss der Stadtspitäler Triemli und Waid mit dem Universitätsspital. Die Gemeinderäte sagen klar Nein zu einem Vorstoss der CVP. Auch eine Verselbständigung kommt nicht in Frage. Hier war die Entscheidung aber äusserst knapp.

Ein Hochhaus, daneben ein Kran und ein Baum.

Bildlegende: Soll organisatorisch nicht zur Baustelle werden: Das Stadtspital Triemli. Keystone

Bei den Zürcher Stadtspitälern Triemli und Waid bleibt vorerst alles beim Alten. Die Linken haben sich im Zürcher Stadtparlament durchgesetzt und zwei Vorstösse der CVP abgelehnt. Bei der Frage, ob die Stadtspitäler mit dem Universitätsspital fusionieren sollen, wurden SP, Grüne und AL auch von den Grünliberalen unterstützt. Die Vorlage hatte keine Chance und wurde mit 70 zu 46 Stimmen abgelehnt.

Auf der Linie der Stadt, nicht aber des Kantons

Dieses Nein ist ganz im Sinne von Gesundheitsstadträtin Claudia Nielsen (SP). Sie hält eine koordinierte Planung mit dem Kanton und eine Kooperation mit dem Universitätsspital zwar für sinnvoll. Dies sei jedoch auch ohne Fusion möglich, sagte sie am Mittwoch im Gemeinderat.

Das Kantonsparlament hatte derselben Forderung im Juni jedoch zugestimmt. Der Zürcher Regierungsrat prüft deshalb zur Zeit eine Fusion.

Bei der Frage, ob die Stadtspitäler verselbständigt werden sollen, war die Entscheidung im Stadtparlament weniger klar. 60 zu 60 stand es nach der Abstimmung, Ratspräsidentin Dorothea Frei (SP) musste den Stichentscheid fällen und entschied sich gegen eine Privatisierung.