Zürcher Kinderspital bietet neue Hotline an

Bei Fragen rund um ihr krankes Kind erhalten besorgte Eltern in der Region Zürich spezialisierte medizinische Telefonberatung. Nach einjährigem Versuchsbetrieb führt das Kinderspital sein Notfalltelefon definitiv ein. Die Hotline entlastet auch die behandelnden Ärzte.

Ein Arzt schaut einem Mädchen mit dem Othoskop ins schmerzende Ohr.

Bildlegende: Braucht das kranke Kind einen Arzt oder kann es weiter Zuhause gepflegt werden? Das Notfalltelefon hilft weiter. Keystone

Damit sich die Ärztinnen und Ärzte der Notfallstation auf die Behandlung der schweren Fälle konzentrieren können, lagert das Zürcher Kinderspital seine Beratungs-Hotline nun definitiv aus. Sie wird von Santé24, dem Telefondienst der privaten Gesundheitsorganisation Santémed, betreut. Die Beraterinnen und Berater sind ausschliesslich Pflegefachleute und Praxisassistentinnen der Kinder- und Jugendmedizin.

Medizinische Beratung für Erwachsene und Kinder bieten auch Krankenkassen an. Sie sind mehrheitlich dem Telefondienst von Medgate angeschlossen. Bei Medgate betrachtet man das spezialisierte Angebot des Zürcher Kinderspitals als sinnvolle Ergänzung. Diese Meinung teilen auch die Verantwortlichen des Ärztefons, der offiziellen Stadtzürcher Notfallnummer. Ein Nachteil der spezialisierten Telemedizin sei allerdings, dass beratende Ärzte den ganzheitlichen Blick verlieren könnten.

Pädiatrische Telefonberatung wird ausgebaut

Die neue Telefonberatung des Zürcher Kinderspitals kostet 3.26 Franken pro Minute. Andere ärztliche Hotlines verlangen ähnliche Preise - mit Ausnahme des Ärztefons, das gratis ist. Dem spezialisierten kinderärztlichen Beratungstelefon bei Santé24 haben sich bereits auch die Kinderspitäler von Basel und Luzern angeschlossen; weitere Kinderspitäler prüfen eine Teilnahme.