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Zürich stimmt ab Mehr Tagesschulen: mehr Stress oder mehr Freude?

Aus sechs Tagesschulen sollen in den nächsten Jahren 30 werden. Die SVP ist dagegen – es entscheidet das Volk.

Kinder schöpfen Essen am Buffet
Legende: Fisch und Kartoffeln: Die Schülerinnen und Schüler der Zürcher Tagesschule Bungertwies essen zu Mittag. Keystone

Darum geht es: Das Projekt heisst «Tagesschule 2025». Bis im Jahr 2025 sollen in der Stadt Zürich alle 100 Schulen Tagesschulen sein. Eine erste Pilotphase mit sechs Schulen ist abgeschlossen, nun steht der Ausbau an. 24 zusätzliche Schulen sollen über Mittag ein Betreuungsangebot anbieten, das die Eltern beanspruchen können – inklusive Mittagessen für sechs Franken. Die Teilnahme bleibt weiterhin freiwillig.

Darüber wird abgestimmt: Bis ins Jahr 2022 soll es in der Stadt Zürich 30 Tagesschulen geben. Der Zürcher Stadtrat hat dafür einen Kredit von 75 Millionen Franken vorgesehen. Diesen muss das Stadtzürcher Stimmvolk absegnen.

Das sagen die Gegner: Die SVP hat als einzige Partei die Nein-Parole gefasst. Sie findet, die Kinder seien überfordert und gestresst in der Tagesschule. Ausserdem ist die SVP mit dem Zeitplan nicht einverstanden. Es gehe zu schnell und es gebe nicht genügend Platz.

Wenn viele Schüler über Mittag in der Schule blieben, brauche es mehr Platz für eine Küche, zum Essen und zum Spielen. Das sei problematisch, schliesslich würden jetzt schon Kinder in Pavillons unterrichtet.

Für die Kinder ist das nicht gut. Sie werden unruhig.
Autor: Elisabeth LiebiSVP-Gemeinderätin

Das sagen die Befürworter: Abgesehen von der SVP loben alle Parteien das Pilotprojekt als Erfolgsmodell. Das Modell helfe Eltern, Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bringen. Durch die Konzentration von Schule und Betreuung werde ausserdem mehr Schulraum geschaffen.

Die Schüler wollen so viel Zeit wie möglich mit ihren Gspänlis verbringen.
Autor: Isabel GarciaGLP-Gemeinderätin

Ob es zu schnell geht oder ob es der richtige Zeitpunkt ist für einen Ausbau der Tagesschulen, müssen nun die Zürcherinnen und Zürcher entscheiden. Die Abstimmung ist am 10. Juni.

Die Parolen

Pro: SP, Grüne, AL, GLP, CVP, FDP

Contra: SVP

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