Zürich Tourismus will den Medizinaltourismus ankurbeln

Reiche Patienten aus dem Ausland, die sich in einem Schweizer Spital behandeln lassen, bringen oft ihre Entourage mit. Andere Städte haben das Geschäft mit diesen besonderen Touristen schon entdeckt. In Zürich gibt es diesbezüglich Nachholbedarf, findet der Zürcher Tourismusdirektor.

Fotomontage aus einem Spitalbett und einer Hotelfassade

Bildlegende: Medizinaltourismus: Zürich Tourismus will ein grösseres Stück vom Kuchen. Keystone/Bildmontage SRF

Städte wie Genf, Basel oder Luzern kümmern sich schon heute aktiv um die Spitalpatienten aus dem Ausland. Von diesem Kuchen soll sich auch Zürich ein Stück abschneiden, findet Martin Sturzenegger, der Direktor von Zürich Tourismus. Schliesslich sei das Angebot an Medizinalleistungen in Zürich sehr hochwertig.

Zusammenarbeit zwischen Spitälern und Hotels

Martin Sturzenegger will diese Leistungen im Ausland besser verkaufen. Das allein reiche aber nicht: «Es braucht auch Synergien zwischen den Anbietern der Medizinalleistungen und den Hotels», stellt er fest. Bei einigen Zürcher Spitälern stösst Sturzenegger mit seinen Ideen auf offene Ohren. Die Spitäler der privaten Hirslandengruppe sehen vor allem im Bereich der hochspezialisierten Medizin noch Potential.

Zurückhaltend reagiert hingegen der grösste Anbieter im Bereich der hochspezialisierten Medizin auf dem Platz Zürich: Für das Universitätsspital sei Medizinaltourismus kein vordringliches Thema, heisst es dort auf Anfrage des «Regionaljournals».