Zum Tod des Zürcher Architekten Eduard Neuenschwander

Mit der Kantonsschule Rämibühl und dem Irchelpark sind dem Architekt Eduard Neuenschwander zwei Meisterstücke geglückt. Ansonsten blieb der naturnahe Zürcher Architekt lange sehr unbekannt. Am ersten Oktober 2013 ist Eduard Neuenschwander mit 89 Jahren in Gockhausen gestorben.

Blick auf den Irchelpark mit künstlichem See und grossen Steinen.

Bildlegende: Der Irchelpark in Zürich ist Ausdruck der Naturbegeisterung von Eduard Neuenschwander. Hochbauamt Kanton Zürich

Eduard Neuenschwander bezeichnete sich selbst nicht nur als Architekten sondern als Umweltgestalter. Ihm war das Ganzheitliche wichtig und so hat er ganz selbstverständlich die Bereiche Architektur,

Landschaftsarchitektur, Denkmalschutz und Biologie miteinander verbunden. Inspiration für diese Art von Arbeit fand er nach seiner Ausbildung in Finnland.

Ein Schulhaus zwischen den Bäumen

Ein gutes Beispiel für die Kombination von Natur und Architektur ist das Gymnasium Rämibühl. Dort hat Eduard Neuenschwander das riesige Bauvolumen mit grösster Sorgfalt auf dem Gelände platziert, so dass die alten, prächtigen Bäume nicht gefällt werden mussten. Das Schulhaus wurde sozusagen um die Bäume herum gebaut. Keine leichte Aufgabe, denn das Rämibühl war 1968 das grösste Schulhaus der Schweiz.

Aber auch beim Irchelpark ist seine Begeisterung für die Natur zu spüren. Da hat er ein grosses Stück Land zwischen den Strassen modelliert, mit grossen Steinen, einem See und einer Wiese. Ein Stück künstliche Natur mitten in der Stadt.

Am ersten Oktober 2013 ist Eduard Neuenschwander mit 89 Jahren in Gockhausen gestorben.

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