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1:12-Initiative Wegen 1:12-Initiative: Glencore-Chef droht mit Wegzug

Ivan Glasenberg, der Chef von Glencore, stellt sich klar gegen die 1:12-Initiative der Juso. Sollte das Volksbegehren angenommen werden, sei sein Rohstoffkonzern «möglicherweise gezwungen, ins Ausland zu ziehen».

«Es gibt genügend Länder, die uns gerne aufnehmen würden», erklärte Glencore-Chef Ivan Glasenberg im Interview mit der «Sonntagszeitung» und dem «Matin Dimanche». Sollte die Initiative der Jungsozialisten zur Beschränkung der Lohnunterschiede in einer Firma auf das Verhältnis 1:12 durchkommen, könnte Glencore «den Betrieb am Hauptsitz in Baar nicht mehr wie bisher aufrechterhalten».

Dies wäre laut dem Konzernchef «katastrophal», unter anderem weil dort gerade neue Gebäude gebaut und so Jobs geschaffen würden.

Jahreslohn von knapp einer Million Dollar

Der 56jährige Glasenberg ist seit zwei Jahren Schweizer und will in erster Linie als Landesbürger, und nicht als Chef von Glencore betont haben: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schweiz ihrer Wirtschaft solch grossen Schaden zufügen will.» Die Firmen würden bei Annahme der Initiative «ihre besten Talente verlieren».

Angesprochen auf seinen eigenen Lohn und seine Vermögensverhältnisse, gibt Glasenberg zu Protokoll: «Ich habe im letzten Jahr 964'000 Dollar verdient». Einen Bonus erhalte er keinen. Allerdings besitzt der gebürtige Südafrikaner, der seit 30 Jahren Partner von Glencore ist, beträchtliche Aktienanteile an der Firma.

29 Kommentare

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  • Kommentar von B.Müller, Winterthur
    Kann die Einstellung von I.Glasenberg wegen 1/12 gut nachvollziehen.Wenn er p/Mt nur ca.40'000CHF verdient,bleibt signifikant weniger Geld übrig um als Investor aufzutreten,als wenn er 100'000CHF pMt für seine Arbeit erhält.Das verringert die Möglichkeit das Geld wirksam arbeiten zu lassen(Motto:Liegt ihr Geld zu Hause faul herum,dann schicken sie es zur Arbeit/Staatsanl.)Zudem muss auch noch eine empfindliche Einbusse bei der Befriedigung der privaten Bedürfnisse in Kauf genommen werden.
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  • Kommentar von Erwin Seiger-Flota, Gringgisbach
    Wenn eine Annahme der 1:12-Initative dazu führt, dass Glencore das Land verlässt, dann werde ich der Initiative zustimmen.
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  • Kommentar von Paul Reinmann, Gerlafingen
    Solche Aussagen sind wie Öl ins Feuer....! Die Finanzmonarchen habens noch immer nicht geschnallt. Erpressung kommt vor den schweizer Volk nicht gut an. Die meisten CEO's sind Ausländer und haben von schweizerischen Demokratieprozess keine Ahnung. Sie geniessen ein tolles Leben in der Schweiz. Werden in Ruhe gelassen, brauchen keine Bodygards müssen keine Behörden bestechen etc ....wer sein Leben lieber in einem anderen Land verbringen und darauf verzichten will.....Bitte !
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