Zum Inhalt springen

Ja zum Baukredit SVP blitzt mit Reitschul-Referendum ab

Die Grosse Halle kann saniert werden: Zwei Drittel der Stimmbevölkerung befürworten den Kredit. Nur Bümpliz sagte Nein.

Sanierungs-Kredit für die Reitschule

Stadt Bern: Referendum gegen den 3-Millionen-Baukredit für die Reitschule

  • JA

    65.8%

    20'863 Stimmen

  • NEIN

    34.2%

    10'840 Stimmen

Mit einem Ja-Stimmenanteil von 65,8 Prozent fiel das Votum zur Reitschule wie erwartet deutlich aus. Abgelehnt wurde die Vorlage einzig in Bümpliz/Bethlehem, wo 55 Prozent ein Nein in die Urne legten. In der ganzen Stadt Bern lag die Stimmbeteiligung bei 38,5 Prozent.

Totale auf die Berner Reitschule.
Legende: Immer wieder ein Zankapfel in der Bundeshauptstadt: Zum 6. Mal stimmten die Stadtbernerinnen und Stadtberner über die Reitschule ab. Keystone / Archiv

Das Referendum ergriffen hatte SVP-Nationalrat Erich Hess zusammen mit Getreuen. Für ihn ist das Resultat keine Enttäuschung, im Gegenteil: «Es ist weniger deutlich, als ich angenommen habe. Das heisst, 35 Prozent der Stimmbevölkerung wollen keinen rechtsfreien Raum in der Bundesstadt.» Solange das so bleibe, werde er weiterhin gegen die Reitschule kämpfen.

Das Resultat ist viel weniger deutlich als erwartet.
Autor: Erich HessNationalrat, Grossrat und Stadtrat Bern (SVP)

Erfreut ist hingegen Alec von Graffenried: «Das Resultat zeigt, dass die Reitschule von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird.» Die Stadt ist Eigentümerin des Gebäudekomplexes der Reitschule.Die Stadt fühle sich bestätigt. «Das heisst aber nicht, dass wir jetzt die Hände in den Schoss legen», so von Graffenried, «an den Baustellen wie Gewalt gegen Polizisten oder der Drogensituationen wollen wir weiter arbeiten.»

Wir fühlen uns bestätigt.
Autor: Alec von GraffenriedBerner Stadtpräsident

Der Grossteil der drei Millionen Franken fliesst in die Grosse Halle – unter anderem in den Brandschutz und die Kanalisation.

Die zweite Vorlage in der Stadtbern, die Zonenplan-Änderung der Rehhag-Grube, wurde ebenfalls deutlich angenommen: 59 Prozent der Stimmenden befürworteten die Vorlage. Damit kann die ehemalige Tongrube mit Bauschutt aufgefüllt und anschliessend renaturiert werden.

SP, einige kleine Linksparteien und Naturschützer hatten die Vorlage abgelehnt. Die Grube beheimate einen einzigartigen Lebensraum und biete ein Refugium für zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen. Die Planung müsse den Erhalt der Biodiversität in den Mittelpunkt stellen.

Abstimmungsspecial

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

16 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Wieder mal eine Breitseite gegen Hess und Co: gut so, so behält er sein Thema. Dieses interessiert ausserhalb seines Fankreises aber seit eh die breite Masse nicht wirklich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Steff Stemmer (Steff)
    Das Volk hat immer Recht! Das Volk ist der Souverän! Das Volk hat das letzte Wort! Der Volkswille muss umgesetzt werden! Sind das nicht die Slogans der SVP, sogar bei einem Abstimmungssieg mit knappen 50.4%, Herr Hess? Scheint aber nur für alle anderen zu gelten, nicht für die Partei von Herrn Hess auch wenn sie zum x-ten Mal verliert?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Kann mit diesem Resultat leben. Aber im Gegenzug sollte die rot-grüne Stadtregierung zukünftig mal endlich rigoros gegen den Drogenhandel und sonstige ungesetzliche Sktivitäten und Handlungen auf dem Areal vorgehen. Verstehe nicht, warum gewisse Leute dort sich mehr rausnehmen dürfen als andere Stadtbewohner an andern Orten der Stadt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Adrian Flükiger (Ädu)
      @Imber: da ist sicher viel dran und einen rechtsfreien Raum für Drögeler brauchen wir tatsächlich nicht. Ändert nichts daran, dass ich das Resultat wie es herausgekommen ist, gut finde.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Wer laufend so viel Steuergelder in diesen "rechtsfreien Raum" (Anarchisten-Kaserne) einschiesst, sollte als Stadtregierung aber dafür sorgen, dass die Reitschule nicht weiter eine Rückzugs-Festung für vermummte Chaoten oder ausländische Drogendealer sein darf! Es hat in Bern auch noch viele Leute mit erlerntem Anstand und die ein Recht auf Ordnung und Akzeptanz unseres Rechtsstaates geltend machen, Herr Flükiger Diese Einseitigkeit zwischen Recht und Unrecht gehört nicht in unser Land!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen