Bündner CVP lehnt Gebietsreform ab

Die CVP Graubünden lehnt als vermutlich einzige Regierungspartei die Gebietsreform ab. Diese steht Ende November als kantonale Vorlage zur Abstimmung an. Die Fraktion der Partei hatte im Kantonsparlament noch für die Reform der mittleren staatlichen Ebene gestimmt.

Karte mit den elf Regionen von Graubünden

Bildlegende: So sollen die elf Regionen im Kanton Graubünden in Zukunft aufgeteilt werden. srf

Zweidrittel der Delegierten entschied sich an der Versammlung am Mittwoch in Falera für ein Nein. Die CVP ist eigenen Angaben zufolge nicht grundsätzlich gegen die Gebietsreform, aber gegen die Organisation der Regionen in der von Regierung und Parlament beschlossenen Form.

Anzeichen für eine Ablehnung hatte es im Vorfeld gegeben, als das Referendum gegen die Vorlage unter Federführung der Jungen CVP Surselva ergriffen wurde. Im Bündner Oberland müsste bei Annahme der Vorlage ein bestehendes regionales Parlament aufgelöst werden.

Nach Ansicht der Mehrheit der CVP-Delegierten sieht die Gebietsreform zu starre Strukturen für die Regionen vor, womit die regionalen Unterschiede vernachlässigt würden. Die Regionen müssten die Freiheit haben, sich selbst zu organisieren. Auch CVP-Nationalrat Martin Candinas hatte sich an der Versammlung gegen die Gebietsreform ausgesprochen.