Soll Luzern Land für neue Saalsport-Halle verkaufen?

Die geplante Sport- und Eventhalle «Pilatus-Arena» soll auf einem Grundstück auf Krienser Boden gebaut werden. Das Land gehört der Stadt Luzern. Am 28. Februar entscheidet die Stadtluzerner Stimmbevölkerung, ob sie das Grundstück der Bauunternehmung Eberli für 18 Millionen Franken verkaufen will.

Das Areal Mattenhof in Luzern-Süd, wo die neue Saalsporthalle entstehen soll.

Bildlegende: Beim Mattenhof soll eine Saalsporthalle mit 4000 Zuschauerplätzen entstehen. zvg

Das stadteigene Grundstück befindet sich auf Krienser Boden in der Nähe der Luzerner Allmend. Dort soll die neue Saal- und Eventhalle mit 4000 Zuschauerplätzen errichtet werden. Es wäre die grösste derartige Halle in der Zentralschweiz. Sie könnte für Sportanlässe wie Handball, Volley oder Tennis aber auch für Konzerte genutzt werden.

Hinter dem Projekt stehen der Handballclub Kriens-Luzern und die Sarner Bauunternehmung Eberli AG. Diese will die Halle bauen und würde sie unter anderem mit dem Bau eines Hochhauses daneben finanzieren – nach diesem Modell ist bereits das Fussballstadion Allmend realisiert worden.

Bürgerliche dafür, Grüne und Teil der SP dagegen

Das Luzerner Stadtparlament hat das Vorhaben mehrheitlich unterstützt. Die Grünen und ein Teil der SP haben sich dagegen gestellt. Im Streitgespräch im Regionaljournal Zentralschweiz spricht sich CVP-Grossstadtrat Markus Mächler für die «Pilatus-Arena» aus. Es sei ein wichtiges Projekt für den Sport, argumentiert er. Ausserdem sei das Grundstück verkehrstechnisch ideal gelegen in der Nähe der Bahnhaltestelle Mattenhof.

Die Grüne Grossstadträtin Korintha Bärtsch ist dagegen: Nicht weil sie gegen eine Saalsporthalle sei. Aber sie wehrt sich grundsätzlich dagegen, dass die Stadt das Grundstück verkauft. Auf dem Areal solle vielmehr ein lebendiges Quartier für Wohnungen, Gewerbe und Kultur entstehen. Es gebe in der Region auch andere Areale für ein solches Hallenprojekt.

Regionaljournal Zentralschweiz 17:30 Uhr