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Abstimmungen Neuenburg muss zwei Spitäler mit Spitzenmedizin halten

Sowohl Neuenburg als auch La Chaux-de-Fonds wird sein Spital behalten. Die Idee der Regierung blieb chancenlos.

Spital-Initiative

Kanton Neuenburg: Volksinitiative «für zwei sichere, autonome und komplementäre Spitäler»

  • JA

    44.4%

    20'805 Stimmen

  • NEIN

    55.6%

    26'033 Stimmen

Stichfrage zur Spital-Initiative

Kanton Neuenburg: Stichfrage zur Volksinitiative «für zwei zwei sichere, autonome und komplementäre Spitäler»

  • JA

    41.7%

    18'998 Stimmen

  • NEIN

    58.3%

    26'541 Stimmen

Gegenvorschlag zur Spital-Initiative

Kanton Neuenburg: Gegenvorschlag zur Volksinitiative «für zwei sichere, autonome und komplementäre Spitäler»

  • JA

    60.2%

    27'653 Stimmen

  • NEIN

    39.8%

    18'280 Stimmen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kanton Neuenburg muss auch künftig Spitzenmedizin in den Spitälern von La Chaux-de-Fonds und Neuenburg anbieten.
  • Eine Volksinitiative für zwei unabhängige Spitäler ist angenommen worden.
  • Der Gegenvorschlag der Regierung mit einer Neuorganisation der Spitalstandorte unterlag.
Der Eingang des Spitals von Neuenburg in Pourtalès
Legende: Das Spital in Neuenburg sollte das wichtigste Spital der Region werden – soll wollten es Regierung und Kantonsparlament. Keystone

Dem Urnengang war ein intensiver Abstimmungskampf zwischen dem Neuenburger Jura und dem unteren Kantonsteil am See voran gegangen. Die Regierung und das Kantonsparlament wollten mit der Neuorganisation der Spitäler die Spitzenmedizin auf das Spital Pourtalès im Hauptort konzentrieren. Das Spital in La Chaux-de-Fonds sollte in ein Rehabilitationszentrum umgewandelt werden. Diese Pläne wurden im Neuenburger Jura heftig kritisiert und eine durchgehend geöffnete Chirurgie gefordert.

Legende: Video «Herbe Niederlage für die Neuenburger Regierung» abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
Vom 12.02.2017.

Auch die Regierungen der Städte Le Locle und La Chaux-de-Fonds hatten sich für die Volksinitiative eingesetzt. Die Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds kippte am Sonntagnachmittag die Abstimmung. Seit Beginn der Auszählungen war zunächst die Regierungsvorlage in Führung gelegen.

Die Stimmberechtigten hiessen die Volksinitiative mit 32'647 Ja- gegen 28'078 Nein-Stimmen gut. Der Gegenvorschlag der Neuenburger Regierung wurde zwar mit 30'418 gegen 28'800 Stimmen ebenfalls angenommen.

Subsidiärfrage gab den Ausschlag

In der Subsidiärfrage obsiegte die Initiative jedoch mit 30'122 Stimmen (48,22 Prozent), der Gegenvorschlag der Regierung unterlag knapp mit 28'857 Stimmen (46,20 Prozent). Die Stimmbeteiligung betrug 46,62 Prozent.

Die Regierung nahm die Abstimmungsniederlage zur Kenntnis. Nach einer extrem schwierigen Kampagne hätten die Neuenburgerinnen und Neuenburger der Initiative den Vorzug gegeben, hiess es in einer Reaktion. Die Regierung werde die Initiative umsetzen.

Demonstration gegen die Spitalpläne der Regierung in La Chaux-de-Fonds
Legende: Gegen die Pläne der Regierung regte sich schon früh Widerstand. Am 26. März 2016 protestierten rund 4000 Personen. Keystone

1 Kommentar

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  • Kommentar von Elisabeth Frehner-Isenring (Denia)
    Wozu zwei Spitäler? Das Volk will alles! Die Regierung hat hier vollkommen recht. Nur noch der Körper ist wichtig. Vor allem im praktisch atheistischen Neuenburg. Neuenburg quo vadis? Du warst mal schön! Wo bleiben die Gedanken von Jeanne Hersch? Die Gedanken der Liberalen? Zu viel Sozialismus! Zu wenig Gottvertrauen!
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