Obwalden ändert Modell für Grundstückschätzung

In Obwalden wird die Steuerverwaltung künftig den Steuerwert eines Grundstücks anhand eines Formulars bewerten. Das Stimmvolk hat die Neuregelung mit einem Ja-Stimmenanteil von 65 Prozent angenommen. Schätzungen mittels Augenschein vor Ort entfallen.

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Kanton Obwalden: Gesetz über die Neuregelung der Grundstückschätzungen

JA-Stimmen absolut: (7'404 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (3'991 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 65.0%
NEIN-Stimmen relativ: 35.0%

7404 Stimmberechtigte befürworteten den Systemwechsel, 3991 lehnten ihn ab. Nach der Bewertung der Steuerverwaltung müssen die Grundeigentümer künftig die Angaben wie Land- und Gebäudewert, Baujahr oder allfällige Umbauten kontrollieren und ergänzen. Bei landwirtschaftlichen Grundstücken sieht die Neuregelung vor, die aktuellste Schätzungsanleitung des Bundes anzuwenden.

Der Systemwechsel soll beim Staat grundsätzlich nicht zu mehr Steuereinnahmen führen. Einzelne Hauseigentümer müssen jedoch künftig mehr andere weniger Steuern bezahlen. Bei den landwirtschaftlichen Grundstücken ergeben sich pro Betrieb im Schnitt 60 Franken höhere Vermögenssteuern. Die Änderung der Bewertungspraxis war auch bei der Regierung und dem Kantonsrat unbestritten. Sie entschieden sich, angesichts finanzieller Auswirkungen für einzelne Hauseigentümer, die Gesetzesänderung dem Volk zu unterbreiten.