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Schwyz stimmt über Biberhof ab Stimmvolk entscheidet über den Kauf des Asylzentrums

Der Kanton will die Liegenschaft in Biberbrugg für 5,35 Millionen Franken kaufen. Das sorgt für Widerstand.

Im Biberhof, einem ehemaligen Hotel betreibt der Kanton Schwyz seit Oktober 2015 ein Durchgangszentrum für Asylsuchende. Das Haus bietet Platz für 70 Personen. Mit einem Ausbau des Untergeschosses könnten 20 zusätzliche Plätze geschaffen werden.

Mit dem Kauf kann der Kanton langfristig Kosten sparen
Autor: Walter ZügerSVP-Kantonsrat

Die jährliche Miete beträgt gut 250'000 Franken im Jahr. «Das Gebäude ist in einem guten Zustand. Mit dem Kauf kann der Kanton langfristig Kosten sparen», sagt Walter Züger, SVP-Kantonsrat und Befürworter.

SVP ist gespalten

Ganz anderer Meinung ist sein Parteikollege Bernhard Diethelm, SVP-Kantonsrat und Co-Präsident des Referendumskomitees. «Der Kaufpreis von 5,35 Millionen Franken ist viel zu hoch. Ausserdem ist das Gebäude marode und sanierungsbedürftig», argumentiert Diethelm.

Der Kaufpreis von 5,35 Millionen Franken ist viel zu hoch
Autor: Bernhard DiethelmCo-Präsident des Referendumskomitees

Er und sein Komitee möchten mit ihrem Nein auch zum Ausdruck bringen, dass sie mit der Asylpolitik des Bundes generell unzufrieden sind.

Der Schwyzer Kantonsrat hatte im Oktober 2017 den Kauf des Biberhofs mit 77 Ja zu 15 Nein Stimmen gutgeheissen. Dagegen hat ein Komitee unter der Federführung von SVP-Kantonsrat Bernhard Diethelm das Referendum ergriffen. Am 10. Juni 2018 entscheidet das Stimmvolk.

Die SVP hat an ihrer Parteiversammlung die Nein-Parole beschlossen. CVP, FDP, SP und GLP unterstützen den Kauf des Asylzentrums.

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