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Aufhebung der Wehrpflicht Maurer: «Ein starkes Ja zur Armee»

73,2 Prozent des Schweizer Stimmvolks lehnt die Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht ab. Ein deutliches Resultat, das Bundesrat Ueli Maurer als gute Basis für kommende Geschäfte wertet.

Legende: Video Bundesrat Maurer zum Abstimmungsresultat abspielen. Laufzeit 2:04 Minuten.
Vom 22.09.2013.

Verteidigungsminister und Bundespräsident Ueli Maurer wertet das deutliche Nein zur Abschaffung der Wehrpflicht in der Schweiz als «starkes Ja zur Armee» und zur Sicherheit. Für die absehbare Gripen-Abstimmung gibt sich Maurer optimistisch.

Die nächste Armeevorlage wartet mit dem geplanten Referendum gegen den vom Parlament bewilligten Kauf der Gripen-Kampfjets. «Ich denke, dass das Resultat von heute für den Gripen einen gewissen Optimismus zulässt», sagte Maurer in Bern vor den Medien. Doch jede Abstimmung beginne «auf Feld Eins».

Reorganisation des Zivilschutzes in Arbeit

Das Nein zur Initiative der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) wertete Maurer als Bekenntnis zur Armee und zur Sicherheit in der Schweiz. Die Frage, ob die Armee eine Milizarmee sein solle oder nicht, habe am Schluss wohl weniger eine Rolle gespielt, sagte er.

Trotz Wehrpflicht ist laut Maurer das aktuelle Dienstmodell für Militär und Zivilschutz nicht in Stein gemeisselt. Eine Arbeitsgruppe befasse sich bereits mit der Reorganisation des Zivilschutzes, berichtete er.

Eine zweite Arbeitsgruppe werde sich mit Dienstmodellen befassen. Unter die Lupe genommen werde namentlich eine bessere Durchlässigkeit zwischen den Institutionen, etwa zwischen Militär und Zivilschutz oder zwischen Zivilschutz und Feuerwehr, sagte Maurer. Diese Gruppe werde in den nächsten Wochen eingesetzt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Kein JA zur Armee. Habe Nein zur Initiative gestimmt, weil ich keine rechtslastige SVP- & Idiotenarmee will. Die Frage, ob ich die Armee abschaffen will, beantworte ich mit JA, JA, JA SEHR GERNE!!! Vor allem: Sofortige GriPen-Impfung! Dieser Virus nicht fliegen lassen!
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    1. Antwort von Walter Oberli, Krauchthal
      Herr Bauer, wenn Sie nicht eine, wie Sie sagen, SVP - Idiotenarmee wollen, dann ist Ihnen wohl eine Armee wie in Syrien lieber. Auswandern ist freiwillig und überlegen ist immer noch Glücksache!
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Fazit: Herr Alex Bauert, Bern, dann gehören Sie also zu einer Minderheit, die sich offensichtlich schwer tut, demokratische Entscheide zu respektieren und zu achten und dabei öfters mal in die "Mainstream-Formulierungs-Medien-Kiste" greift.
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    3. Antwort von A. Suter, Bern
      Freundlich bleiben. Auch wer anderer Meinung ist, überlegt. Was Herr Bauert sagen wollte (er gehört übrigens zu den Siegern, akzeptiert also den demokratischen Entscheid voll und ganz): Nicht alle, die Nein zur Initiative stimmten, waren gleichzeitig Pro Armee. Man kann auch Nein sagen, wenn man mit der Art und Weise der Initiative nicht einverstanden ist. Käme es zur Abstimmung, alle Gripen vergoldet zu kaufen, wären wohl auch einige vernünfrige Gripen befürworter dagegen.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. - Sicher es ist ein «starkes Ja zur Armee», aber noch lange nicht das was es braucht um wieder glaubwürdig zu sein. - Seit Ogis Zeiten wurde zu viel gesündigt, zu viel vernachlässig und zu sehr politisch polemisiert. Zu oft hat man "uns" differmiert, der Lächerlichkeit preisgegeben und auch benachteiligt oder ist uns, fast muss man sagen, gar noch in den Rücken gefallen.
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