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«Verrat an den Jungen» Bürgerliche Gegner halten Altersvorsorge 2020 für «Scheinreform»

Unter dem Dach der Generationenallianz bekämpfen SVP und FDP die Reform der Altersvorsorge.

Allianz von SVP und FDP an einer Pressekonferenz.
Legende: Am 24. September kommt die Rentenreform vor das Stimmvolk – FDP und SVP sind dagegen. Keystone
  • Der AHV-Ausbau belaste heutige Senioren und führe zu massiven Mehrausgaben, die nichts zur Sicherung der Altersvorsorge beitrügen, heisst es.
  • Trotz Erhöhung von Mehrwertsteuer, Lohnabzügen und dem Frauenrentenalter 65 werde die AHV nicht nachhaltig gesichert. Die Generationenallianz erinnert daran, dass das Umlageergebnis schon 2027 wieder negativ sein dürfte.
  • Die Jungen würden mit dieser Reform verraten, der Generationenvertrag werde gebrochen, kritisiert die Generationenallianz. Sie schulterten die höhere Mehrwertsteuer und hätten wegen der steigenden Lohnabzüge Ende Monat weniger Lohn auf dem Konto.
  • Auch der Beitrag der Frauen an die Sanierung der AHV werde gleich wieder mit der Giesskanne ausgeschüttet.
  • Im bürgerlichen Gegner-Komitee finden sich auch Politikerinnen und Politiker der Jungparteien von SVP und FDP sowie einzelne CVP-Exponenten. Die CVP kämpft zusammen mit SP, Grünen, BDP und GLP für ein Ja am 24. September.
  • Die Linke ist jedoch nicht geschlossen. Ein Westschweizer Komitee hat das Referendum gegen die Reform der Altersvorsorge ergriffen. Den linken Gegnern ist das höhere Frauenrentenalter und die Senkung des Mindestumwandlungssatzes ein Dorn im Auge.

Darüber wird abgestimmt

Bei der Reform der Altersvorsorge hat das Parlament eine Mehrwertsteuer-Erhöhung um 0,6 Prozent, ein höheres Frauenrentenalter und die Senkung des Umwandlungssatzes in der obligatorischen beruflichen Vorsorge beschlossen. Zudem sollen neue AHV-Renten um 70 Franken angehoben werden. Auch die Renten von Ehepaaren steigen.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Es ist ein Kompromiss und doch gibt es keine Alternative; das Westschweizer Komitee lebt in einer vergangenen Zeit, sie werden niemals etwas besseres erkämpfen können. Auch die Hoffnung der bürgerlichen Gegner auf ein Rentenalter 70 ist bescheuert, sie sind ja besonders bekannt dafür ältere Arbeitsnehmer zu bevorzugen; mit der Rettung der in der freien Marktwirtschaft gescheiterten UBS vergingen sich die Bürgerlichen an den eigenen Prinzipien, an Steuergeldern und an mehreren Generationen.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Zur Erinnerung: Die im 1857 gegr. Rentenanstalt mit zuletzt 600‘000 Genossenschaftern wurde 1997 in eine AG umgewandelt. Als Genossenschaft hatte sie einen riesigen Immobilien-Besitz. Die AG, heute Swisslife, hatte mit Spekulation auf den deregulierten Finanzmärkten sehr viel Geld verloren. VR u. FDP-Präsident Gerold Bührer hatte zudem Millionen in die eigene Tasche gesteckt u. musste zurücktreten. Norbert Blüm/CDU aus der Arbeiterklasse sagte 1997: "Die (Umlage-)Renten sind sicher". Darum JA.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Wegen diesem Bericht stimme ich erst recht JA. Warum: Das Hauptproblem der Unterfinanzierung der AHV (Umlageverfahren-Junge zahlen an Alte) ist vor allem auch deswegen in Schieflage geraten, weil die obligatorische BVG-Rente (privatwirtschaftliche Finanzierung durch Kapitaldeckung-Zins/Zinseszins-Finanzierung) bedingungslos an die 0-Zinspolitik aus USA u. EU gebunden ist. War früher wegen „anständiger“ Zinsen die AHV wie ein „Zustupf“, so ist es jetzt umgekehrt. Die FDP will keine Staatsrente.
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