Ständeratswahlen: Basler Bürgerliche kapitulieren

Ende August müssen die Ständeratskandidatinnen und -kandidaten bei der Basler Staatskanzlei offiziell registriert sein. Sechs Wochen vor diesem Termin ist eine ernsthafte bürgerliche Kandidatur nicht in Sicht.

Fetz

Bildlegende: Ein Bild, das sich ziemlich sicher im Herbst wiederholt. Anita Fetz bei ihrer Wiederwahl 2011. Keystone

Die Zeit arbeitet gegen die Basler bürgerlichen Parteien SVP, FDP, LDP und CVP. Nur noch sechs Wochen bleiben Ihnen, um eine ernsthafte Alternative zur linken Ständeratskandidatin Anita Fetz auf die Beine zu stellen.

Die Zeit läuft davon

«Die Zeit ist knapp», sagt SVP-Grossrat Joël Thüring, «zumal jetzt noch die Sommerferien dazwischen sind.» Trotzdem ist er optimistisch, dass die Bürgerlichen noch einen gemeinsamen Ständeratskandidaten finden. Weniger optimistisch ist man bei CVP, LDP und FDP.

«Der Zug ist abgefahren, eine Person zu finden, die glaubwürdig ist», sagt LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein. Und auch die Präsidentin der Basler CVP, Andrea Strahm, sagt, dass die Partei sich jetzt auf die Nationalratswahlen fokussieren würde: «Wenn wir realistisch sind, müssen wir die Ständeratswahl nun abhaken.»

GLP prüft Kandidatur

Einzig die Basler GLP hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Die kleine Partei überlegt sich eine Kandidatur: «Die Chancen stehen 50/50, dass sich die GLP zur Wahl stellt», sagt Martina Bernasconi. Sie selber stehe aber nicht zur Verfügung: «Anita Fetz hat mich in meinem Regierungswahlkampf unterstützt und darum möchte ich nun nicht gegen sie antreten.»

Doch egal, wer sich am Schluss entscheidet, gegen die Amtsinhaberin Anita Fetz anzutreten. Wirklich gefährlich werden kann ihr niemand - wie auch in den letzten zwölf Jahren nicht.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)