Zum Inhalt springen

Wahlen15 Luzern Luzerner Stöckli-Kandidaten auf dem Wahlpodium

In der Uni Luzern fand am Mittwochabend das Wahlpodium zum zweiten Wahlgang der Luzerner Ständeratswahlen statt. Auf Einladung des SRF Regionaljournals Zentralschweiz fand sich neben vier Kandidatinnen und Kandidaten auch viel Publikum ein.

Podiumsgespräch mit den Ständeratskandidatinnen und Kandidaten.
Legende: Nebst Fragen der Moderatoren beantworteten die Politiker auch Fragen aus dem Publikum. SRF

Vier Kandidatinnen und Kandidaten können sich nach dem ersten Wahlgang noch Chancen auf einen Sitz im Stöckli ausrechnen: Konrad Graber (CVP), Damian Müller (FDP), Prisca Birrer-Heimo (SP) und Yvette Estermann (SVP) stellten sich am Mittwochabend den Fragen der SRF-Moderatoren und des Publikums. Fünfter Kandidat ist Rudolf Schweizer; er war beim ersten Wahlgang weit abgeschlagen auf dem fünften Platz gelandet.

Die Podiumsdiskussion drehte sich vor allem um diese drei Themen:

Bundesratswahlen

Der Rücktritt war gerade mal zwei Stunden alt, aber die vier Politiker hatten klare Meinungen und Forderungen zur Bundesratswahl. Am Rücktritt der Bundesrätin überraschte vor allem der Zeitpunkt. Allgemein wurde ihre Arbeit aber gelobt und ihr Rücktritt teilweise bedauert.

Etwas überraschend war man sich auf dem Podium einig, dass der frei werdende Sitz von der SVP besetzt werden soll. Nach den Wahlen habe sie Anrecht darauf. Zu möglichen Kandidaten hatten die Podiumsteilnehmer allerdings klare Vorstellungen und Forderungen. Namen wollte aber auch SVP-Nationalrätin Yvette Estermann keine nennen.

Zweite Gotthardröhre

Dieses Thema polarisiert nicht nur in der Bevölkerung, auch die Podiumsteilnehmer spalteten sich in zwei Lager: Hier die Befürworter Yvette Estermann (SVP) und Damian Müller (FDP) und auf der andern Seite die Gegner einer zweiten Röhre, Prisca Birrer-Heimo (SP) und Konrad Graber von der CVP.

Von beiden Seiten wurden Sicherheitsaspekte hervorgehoben, allerdings mit je anderen Argumenten. Die Gegner befürchteten ausserdem mehr Verkehr und die Befürworter sahen wirtschaftliche Nachteile wegen Zeitverlusten, verursacht durch Verkehrsüberlastung.

Finanzen Kanton Luzern

Sparen bei der Bildung - ist das der richtige Weg? Konrad Graber wollte sich nicht zur kantonalen Politik äussern, er setze sich auf nationaler Ebene für den Kanton Luzern ein, zum Beispiel beim NFA.

Damian Müller, Mitglied des Kantonsrates, sah die Vorschläge als Gesamtpaket. Es gelte jetzt ganz genau zu überprüfen, was die Einsparungen wirklich bringen würden.

Prisca Birrer wollte sich nicht als Nationalrätin äussern, aber als Bürgerin des Kantons und als langjährige Kommunal- und Kantonspolitikerin. Sie wisse aus eigener Erfahrung, was es heisse, wenn Mittel für soziale Institutionen gestrichen werden.

Yvette Estermann warf der Regierung vor, sie spare mit Vorliebe dort, wo es am meisten weh tut, damit man bei der Bevölkerung einen Aufschrei provozieren könne.

Befragung auf dem heissen Stuhl