Bei den Jungen sind die Frauen wahlfreudiger

36 Prozent aller jungen Stadtzürcherinnen haben bei den Nationalratswahlen vom 18. Oktober ihre Stimme abgegeben. Damit haben sie gegenüber ihren männlichen Altersgenossen die Nase vorn. Über alle Altersstufen gesehen, ist das Verhältnis umgekehrt.

Eine Frau wirft ihren Wahlzettel in eine Urne.

Bildlegende: In der Stadt Zürich wählen junge Frauen häufiger als Männer. Keystone

Insgesamt betrug die Wahlbeteiligung der Männer in der Stadt Zürich 52,7 Prozent, wie Statistik Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Damit liegt sie weiterhin deutlich über jener der Frauen (47,8 Prozent). Insgesamt betrug die Wahlbeteiligung 48,7 Prozent.

Anders präsentiert sich die Situation bei den Jungen zwischen 18 und 28 Jahren. Hier gingen 36,5 Prozent der Frauen an die Urne, der Anteil bei den Männern liegt bei nur 34 Prozent.

Männer über 65 wählen am häufigsten

Grundsätzlich zeigt sich, dass mit steigendem Lebensalter auch die Wahlbeteiligung zunimmt. Die aktivsten Wähler sind gemäss Mitteilung die Männer über 65, von denen sich 64,9 Prozent beteiligten. Bei den gleichaltrigen Frauen warf dagegen durchschnittlich gerade einmal jede zweite (50,7 Prozent) das Wahlcouvert ein.

Erhebliche Unterschiede zeigen sich in der Stadt Zürich auch zwischen den einzelnen Stadtquartieren. Vom Höngger- bis zum Zürichberg zieht sich laut den Statistikern ein «Korridor mit hoher Wahlbeteiligung» (Kreise 6,7,8 und 10). Am höchsten war die Partizipation im Quartier Fluntern, wo über zwei Drittel ihre Stimme abgaben.

Am tiefsten war die Wahlbeteiligung in den nördlichen Stadtkreisen 11 und 12. Schlusslicht bildet das Quartier Hirzenbach, wo weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten ein Couvert einlegten (31,5).

Je wohlhabender, desto wahlfreudiger

Ferner haben die Statistiker festgestellt, dass die Wahlbeteiligung mit steigendem Einkommen zunimmt. So ist der Median des steuerbaren Einkommens einer wählenden Einzelperson mit 46'500 Franken rund ein Drittel höher als derjenige von Nichtwählern (34'500 Franken). Noch ausgeprägter ist dieser Unterschied bei Verheirateten: Das Medianeinkommen von wählenden Ehepaaren ist über 40 Prozent höher als jenes von Paaren, die nicht wählen gingen.