Zum Inhalt springen
Inhalt

Wahlkampf Darbellay geniesst höchste Glaubwürdigkeit

Wie glaubwürdig sind unsere Parteipräsidenten? Während der CVP-Vorsitzende in der öffentlichen Wahrnehmung gut dasteht, schneidet jener der SVP ziemlich schlecht ab. Parteiintern hat er jedoch die Nase vorn.

Die höchste Glaubwürdigkeit bei den Wahlberechtigten insgesamt erlangt CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay. 48 Prozent der Befragten halten ihn für glaubwürdig. Dies zeigt der zweite SRG-Wahlbarometer 2015, durchgeführt vom Forschungsinstitut gfs.bern.

Auf dem zweiten Rang folgt SP-Präsident Christian Levrat (47 Prozent) vor FDP-Präsident Philipp Müller (44 Prozent) und SVP-Präsident Toni Brunner (42 Prozent). Brunner erhält gleichzeitig die höchste Bewertung bei der Unglaubwürdigkeit; fast jeder Dritte hält den SVP-Chef für nicht glaubwürdig. Auf Platz 2 steht hier Christian Levrat mit nur 14 Prozent.

Rote Laterne auch parteiintern für die Grünen

Auf dem letzten Platz der Glaubwürdigkeitsskala ist mit 26 Prozent das Grüne Co-Präsidium zu finden. Bei diesem werde die Glaubwürdigkeit nicht grundlegend infrage gestellt, hält das gfs.bern fest. Vielmehr mangle es den beiden Präsidentinnen an Bekanntheit. Auch die GLP und die BDP kämpfen mit diesem Problem. Martin Bäumle und Martin Landolt sind noch nicht lange im Amt und erhalten in Sachen Glaubwürdigkeit nur 30, beziehungsweise 32 Prozent.

Auch Philipp Müller ist noch nicht lange im Amt. Er habe gemäss Claude Longchamp, Leiter des gfs.bern, seine Glaubwürdigkeit am deutlichsten verbessern können. Dies sei sogar eine Stärke geworden für die Liberalen im Kampf um neue Stimmen.

Betrachtet man die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Präsidenten aus Sicht der Parteiwähler, sieht die Sache anders aus. Hier hat SVP-Präsident Toni Brunner klar die Nase vorn. 84 Prozent aller Befragten, welche SVP wählen, halten ihren Präsidenten für glaubwürdig. Eine ähnlich hohe Akzeptanz geniesst mit 82 Prozent Christian Levrat unter den SP-Wählern.

Das Schlusslicht bildet hier ebenfalls das Grüne Co-Präsidium. Adèle Thorens und Regula Rytz werden von 46 Prozent ihrer Wähler für glaubwürdig gehalten. Doch auch dies hängt massgeblich mit ihrem Bekanntheitsgrad zusammen: 33 Prozent der Grünen-Wählerschaft kennen das Duo nicht.

Eckwerte des Wahlbarometers

Die Umfrage wurde im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 1. und 12. Juni 2015 durchgeführt. Befragt wurden 2009 Personen. Mehr.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

16 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Florian Weber, Basel
    Das nennt man Meinungsmache. Man möchte das Schweizer Volk dazu bringen in eine bestimmte Richtung zu denken und die Abwählungsresultate zu beeinflussen. Man könnte auch von Manipulation sprechen. Auch wichtig, rauszufinden wie die Reaktionen darauf sind, damit man gezielt umschwenken kann um den Kurs nicht zu verlieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Mit über 40% gehört Brunner zu den vier glaubwürdigsten Parteipräsidenten. Am erstaunlichsten dabei ist doch, dass man ihn von allen am besten kennt, jedoch gegen 40% Bäumle, Landolt und Rytz, sowie 26% Müller gar nicht kennen. Diese Grafik zeigt doch einfach die Feindseligkeit gewisser Parteien gegenüber der SVP, sonst nichts. Die kennen ja nichtmal ihre eigenen Leute!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Schlechte Nachrichten für BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf: SVP und FDP werden im Herbst zulegen, die Mitte wird verlieren. schreibt die Baz, welch ein Wiederspruch zu diesem Artikel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen