Ausserhoder Gemeinden sind bei Wahlzetteln kulant

Die Wahlzettel für den Ausserrhoder Nationalratssitz sind leer. Es kann theoretisch für jede wählbare Person gestimmt werden. Offiziell gibt es drei Kandidaten. Darüber müssen sich die Wähler aber selber schlau machen.

Ein leerer Wahlzettel, viele Möglichkeiten. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden kann für jede wählbare Person gestimmt werden. Offiziell gibt es drei Kandidaten: Markus Bänziger (FDP), Jens Weber (SP) und David Zuberbühler (SVP). Wie sich diese Herren schreiben, ihr Wohnort und Beruf, muss der Wähler selbst herausfinden. All diese Infos sollten nämlich auf den Zettel.

«Solange erkennbar ist, wer gemeint ist, wird die Stimme gezählt», sagt Inge Schmid, Präsidentin der Ausserrhoder Gemeindepräsidenten. Werden zwei Namen kombiniert, zum Beispiel Markus Weber, ist der Wahlzettel ungültig. Zubi, Herisau, sei aber erkennbar und daher gültig.

Beim Kanton sieht man keinen Anlass, einen Beizettel mit den Kandidaten zu verschicken. «Die Information über die Kandidaten ist Sache der Parteien und nicht des Staates», sagt Thomas Frey von der Staatskanzlei. Dies klappt ganz gut: Im Ausserrhodischen war vor vier Jahren nur ein Wahlzettel von 200 ungültig.

Majorzwahl

Beim Majorzwahlsystem ist die Person gewählt, die am meisten Stimmen hat. Die Kandidaten treten als Einzelpersonen an. Auch in Appenzell Innerrhoden, Glarus, Nidwalden, Obwalden und Uri gilt bei den Nationalratswahlen das Majorzverfahren.