Luzern hat noch keinen Ständerat gewählt

Bei den Ständeratswahlen im Kanton Luzern hat niemand das absolute Mehr geschafft. Der Bisherige Konrad Graber von der CVP verpasste die Hürde von 66'278 Stimmen mit 64'577 Stimmen aber nur knapp.

Ein gutes Resultat erzielte Damian Müller, der für die FDP den Sitz des zurücktretenden Ständerates Georges Theiler verteidigen soll. Er kam auf 54'992 Stimmen.

Müller ist ein Senkrechtstarter. Der knapp 31-Jährige ist Kantonsrat und hatte bei der Nomination für die Ständeratskandidatur überraschend Parteipräsident und Nationalrat Peter Schilliger ausgebootet. Müller liess bekannte Mitglieder des Nationalrates, die ebenfalls einen Sitz in der kleinen Kammer ergattern wollten, hinter sich. So erzielten Konsumentenschützerin Prisca Birrer (SP) und Yvette Estermann (SVP) je gegen 18'000 Stimmen weniger als Müller.

Sowohl Birrer wie Estermann erklärten auf Anfrage, dass sie bereit wären, für den zweiten Wahlgang vom 15. November zu kandidieren. Entscheiden müssten aber ihre Parteien am nächsten Dienstag.

Weiter zurück blieb Nationalrat Louis Schelbert, ein grünes Luzerner Urgestein, der weniger als die Hälfte der Stimmen von Müller machte. Chancenlos blieb der grünliberale Nationalrat Roland Fischer mit weniger als 9000 Stimmen.