Nationalratswahlen SG: Gilli und Kessler verlieren ihre Sitze

Sowohl GLP-Nationalrätin Margrit Kessler, als auch die Nationalrätin der Grünen, Yvonne Gilli verlieren ihren Sitz. Die SP hat rund drei Wahlprozente eingebüsst. Zugelegt haben dafür SVP und FDP mit je einem Sitz.

Video «Margrith Kessler (GLP) und Yvonne Gilli (Grüne) im Interview» abspielen

Margrith Kessler (GLP) und Yvonne Gilli (Grüne) im Interview

2:49 min, vom 18.10.2015

Ihre Tage als Nationalrätinnen sind gezählt: Yvonne Gilli (Grüne) aus Wil und Margrit Kessler (GLP) aus Altstätten wurden nicht wiedergewählt.

SVP und FDP legen je einen Sitz zu

Auf ihre Sitze schielten CVP, FDP und SVP. Gelungen ist es nun der FDP und der SVP: Sie konnten je einen Sitz zulegen. Die SVP hatte bis anhin vier Sitze und zählt neu fünf Vertreter im Nationalrat. Barbara Keller-Inhelder hat mit 46'960 Stimmen diesen fünften Sitz geholt.

Die FDP hat von einem auf zwei Sitze aufgestockt. Der Neue ist der politische Senkrechtstarter Marcel Dobler aus Jona. Er wurde mit 22'390 Stimmen gewählt.

CVP und SP können ihre Sitze halten

Die CVP hat ihre drei Sitze und die SP ihre beiden Sitze halten können. Bei der CVP ist Lucrezia Meier Schatz nicht mehr zur Wahl angetreten. Ihr Sitz ging neu an Thomas Ammann aus Rüthi, der bei den Ständeratswahlen keine Chance hatte. Thomas Ammann machte bei den Nationalratswahlen 22'239 Stimmen.

«  Der Kanton St. Gallen hat eine rechte Mehrheit gewollt. »

Patrick Emmenegger
Politologe Universität St. Gallen

Sieben der insgesamt zwölf St. Galler Nationalratssitze sind somit in rechtsbürgerlicher Hand. Die St. Gallerinnen und St. Galler haben dem nationalen Trend entsprechend gewählt, bestätigt Politologe Patrick Emmenegger, Universität St. Gallen, gegenüber dem «Regionajournal» auf SRF1.