Strassenwahlkampf ist aufwändig

Die Walliser Politiker verbringen viel Zeit unterwegs, für den direkten Kontakt mit möglichen Wählerinnen und Wählern. Wie viel das bringt, weiss keiner. Trotzdem möchte keiner darauf verzichten.

Die CVP hat sich dieses Jahr unter anderem für Wahlkampf im Wandertenue entschieden. Die beiden Ständeratskandidaten Jean-René Fournier und Beat Rieder laufen in verschiedenen Etappen vom Goms bis an den Genfersee, um «möglichst viele Leute persönlich kennenzulernen», wie sie den SRF-Wahlbeobachtern erklären.

Parallelen zur Schule

Dieser persönliche Kontakt zum Volk braucht Zeit und manchmal auch Nerven. Was er bringt, dürfe man sich nicht fragen, sagt einer der CVP-Kandidaten zu den Schülerinnen und Schülern. Wie beim Lernen für Prüfungen stünden Aufwand und Ertrag nicht immer im richtigen Verhältnis.

Eine weitere Gemeinsamkeit: Schüler und Politiker kämpfen gelegentlich mit Motivationsschwierigkeiten. Er habe zuerst keine grosse Lust gehabt, in aller Herrgottsfrühe am Bahnhof Wahlzeitungen zu verteilen, sagt SP-Kandidat Klaus Minnig zu den Wahlbeobachtern. Aber: «Eigentlich ist es noch ganz lustig.»

Für den Strassenwahlkampf wenden viele der Kandidaten viel Zeit auf. So auch Franz Ruppen von der SVP. «Ich war schon an zwei anderen Orten heute», erzählt er den Schülern, die ihn am Mittag treffen.

Die Wahlbeobachter

Die Wahlen 2015 durch die Brille junger Erwachsener: Auszubildende und Maturanden verfolgen den Wahlkampf, fühlen den Kandidaten auf den Zahn und berichten von ihren Erlebnissen. Die Serie entsteht in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen Bern und Freiburg und mit dem Kollegium Brig.

Weitere Berichte finden Sie unter srf.ch/wahlen bei Ihrem Kanton.