Vogt und Noser wollen es noch einmal wissen

Die SVP und die FDP schicken ihre Kandidaten in den zweiten Wahlgang um den offenen Zürcher Ständeratssitz. Hans-Ueli Vogt und Ruedi Noser treten damit am 22. November gegen den Grünen Bastien Girod an. Für die Bürgerlichen birgt diese Strategie Risiken.

Sie wollen es beide nochmals wissen: SVP-Kandidat Hans-Ueli Vogt (l.) und FDP-Mann Ruedi Noser.

Bildlegende: Sie wollen es beide nochmals wissen: SVP-Kandidat Hans-Ueli Vogt (l.) und FDP-Mann Ruedi Noser. Keystone

Nun ist die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen klar. Es treten erneut an: Hans-Ueli Vogt (SVP), Ruedi Noser (FDP) und Bastien Girod (Grüne). Für die Bürgerlichen besteht angesichts dieser Ausgangslage die Gefahr, dass sich Vogt und Noser gegenseitig Stimmen streitig machen – und am Ende Bastien Girod der lachende Dritte sein könnte.

«Die Ausgangslage ist zweifelsohne nicht ganz einfach», sagt Urs Egger, Geschäftsführer der FDP Zürich, auf Anfrage. Er rechnet aber damit, dass FDP-Kandidat Noser im zweiten Wahlgang durchaus auch Stimmen aus dem linken und dem Mitte-Lager holen kann.

Die SVP-Strategen ihrerseits gehen davon aus, dass ihr Kandidat Hans-Ueli Vogt im 2. Wahlgang noch zulegen kann. Wie Parteisekretär Reinhard Wegelin sagt, brauche es nun ein klares, bürgerliches Gegengewicht gegenüber dem gewählten SP-Ständerat Daniel Jositsch. Auch deshalb müsse Hans-Ueli Vogt noch einmal antreten.

Die SVP-Parteileitung hat sich dagegen ausgesprochen, im zweiten Wahlgang auf ein anderes Pferd zu setzen, zum Beispiel auf den populären Roger Köppel. Das letzte Wort hat die SVP-Delegiertenversammlung vom 28. Oktober.