Jung, wild und chancenlos

Das Gesicht zu unbekannt, der Leistungsausweis noch zu dürftig für den Nationalrat. Viele junge Politikerinnen und Politiker kandidieren trotzdem.

Eine junge Frau studiert die Wahlunterlagen.

Bildlegende: Eine junge Frau studiert die Wahlunterlagen. Mehr Junge an die Urne zu locken, ist Jungpolitikern ein grosses Anliegen. Keystone

Eine Umfrage bei verschiedenen Parteien aus Schwyz, Zug und Luzern zeigt: Die Lust, Verantwortung zu übernehmen und die künftige Politik zu prägen sind Hauptmotor für eine Kandidatur. Auch wenn diese chancenlos sei, profitieren tue man trotzdem:

«  Es findet ein Aufbau statt, nicht nur für mich als Person, sondern auch meine Partei erhält eine Plattform. Davon profitiert die JCVP, beispielsweise bei den kantonalen Wahlen. »

Anna Bieri
JCVP Zug

Der eigene Name erscheine auf Plakaten und Flyern und man mache erste Schritte auf dem grossen politischen Parkett:

«  Ich habe vor Kurzem mein erstes Podiumsgespräch erlebt. Vor vielen Leuten aufzutreten, das konnte ich früher überhaupt nicht. An solchen Erfahrungen wächst man, das schätze ich sehr. »

Daniel Vozar
JSVP Luzern

Mit der eigenen Kandidatur profitiere nicht nur die eigene Person oder Partei, sondern auch die Demokratie als Ganzes. Junge Politikerinnen und Politiker hätten das Zeug, Gleichaltrige dazu zu motivieren, sich mehr mit Politik zu beschäftigen:

«  Ich höre oft 'Wow, super, dass du das machst', ich denke, das hat schon einen Einfluss auf potentielle Wählerinnen und Wähler. »

Sandra Achermann
JUSO Schwyz

Und wenn sie mit ihrem zeitintensiven Wahlkampf zumindest ein paar Gleichaltrige motivieren können, die Wahlunterlagen genauer anzuschauen, dann habe sich die Mühe schon gelohnt - da sind sich alle Kandidierenden einig.

Was tun um mehr Junge an die Urne zu locken?