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Wahl-Lokal So wirtschaftsfreundlich ist die Schweizer Politik

Welche Parteien unterstützen die Interessen der Banken, welche jene der Gewerkschaften? Die Umfrage des Wirtschaftsmagazins «ECO» unter Parteien und Verbänden zeigt: Wenn es um Abstimmungen zur Regulierung der Wirtschaft geht, halten die Parteien Überraschungen bereit.

Stilisierte Hand, die in ein Räderwerk zeigt.
Legende: Wer hält einen Eingriff ins Räderwerk der Wirtschaft in welcher Form für richtig? Die «ECO»-Umfrage. Colourbox

«ECO» hat Parteien, Verbände und Interessengruppen gefragt, welche 10 bis 15 Abstimmungen zur Regulierung der Wirtschaft im Nationalrat in der zu Ende gehenden Legislatur aus ihrer Sicht die wichtigsten waren.

Die Auswertung von mehr als 100 Abstimmungen zeigt, wer in der Tendenz wirtschaftsfreundlich gestimmt und wer sich eher für Regulierungen und gegen unternehmerische Freiheiten ausgesprochen hat.

Politgeograf Michael Hermann von der Forschungsstelle Sotomo interpretiert die teilweise überraschenden Ergebnisse:

Ergebnisse für weitere Verbände:

  • Schweizerischer Gewerbeverband:
    Stramm für den Gewerbeverband stimmt die SVP. Gegenpol sind SP und GPS.
  • Swiss Cleantech:
    Vor allem SP und GPS unterstützen die Position von Swiss Cleantech, aber auch einzelne CVPler. Viel Support kommt von der GLP. Nicht auf der Linie von Swiss Cleantech ist die SVP.
  • Erklärung von Bern:
    Die Erklärung von Bern kann sich auf SP, GPS und GLP verlassen. Kaum Unterstützung erhält sie von der SVP.
  • Schweizerischer Gewerkschaftsbund:
    Hundert Prozent Unterstützung kommt von SP und GPS. Gegen die Anliegen des Gewerkschaftsbunds stellt sich die SVP.
  • WWF:
    Hundert Prozent Verlass ist für den Umweltschutzverband auf SP, GLP und GPS. Kaum Unterstützung kommt aus den Reihen der FDP und SVP.
  • Greenpeace:
    Greenpeace kann sich zu hundert Prozent auf SP und GPS abstützen. Auch die GLP stimmt fast vollständig im Sinn der Umweltorganisation. Beachtliche Unterstützung kommt von der CVP. Kaum Übereinstimmung besteht mit der SVP.

Leseanleitung für die Ranglisten: Je höher der %-Wert eines Politikers (5. Spalte), desto häufiger hat er für die Anliegen des Verbandes gestimmt, der im Titel genannt ist. Beispiel Economiesuisse: Walter Müller, FDP, hat an 10 Abstimmungen teilgenommen, die Economiesuisse als für sich relevant erachtet hat, und davon mit 78,55 Prozent am häufigsten in deren Interesse abgestimmt.

2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Es ist doch offensichtlich, dass die Schweiz völlig "Wirtschaftsfreundlich" ist, +zwar so, dass die Wirtschaft immer über Natur +Freiheit geht. Die Massen der Völker lassen sich heute mit nur ein bisschen mehr Geld, ihre Freiheit + Gesundheit nehmen. Die Umwelt geht rund um uns kaputt und diejenigen die dies sagen, werden als Unglaubwürdig hingestellt. Der nahe Osten und Afrika wird leerer und leerer, so dass dort nur noch ausgebeutet werden kann und (Atom)-Abfälle gelagert werden können.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Zitat: "Die SVP stimmt noch weniger im Sinne der Banken als die SP." ...Na da hat sich soeben ein "Schmunzeln" in mein Gesicht gedraengt... WER haette DAS gedacht....???
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