Wahlbeteiligung erneut unter 50 Prozent

Insgesamt sind 48,41 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne gegangen. Das sind leicht weniger als noch vor vier Jahren. Seit 1979 lag die Wahlbeteiligung immer bei unter 50 Prozent.

Junger Mann wirft Zettel in Urne.

Bildlegende: Nicht einmal die Hälfte aller Schweizer Wahlberechtigten haben ihre Chance genutzt. Keystone

48,41 Prozent der Berechtigten haben sich gemäss Zählung der sda an den Nationalratswahlen am Wochenende beteiligt, weniger als die Hälfte der Berechtigten. Das sind etwas weniger als 2011 (48,5 Prozent) und etwas mehr als 2007 mit 48,3 Prozent.

In absoluten Zahlen wählten allerdings seit 1971 – dem Jahr, in dem auf eidgenössischer Ebene das Stimm- und Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde – noch nie so viele Menschen den Nationalrat wie am Wochenende. 2'564'666 Personen beteiligten sich am Wahlgang.

So viele Wahlberechtigte wie seit 44 Jahren nicht mehr

Allerdings war auch die Zahl der Wahlberechtigten die höchste seit 44 Jahren, wie ein Blick auf die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigt. 5'297'603 Schweizerinnen und Schweizer hätten sich am Wahlgang vom Wochenende beteiligen können.

Seit 1975 haben jedoch nie mehr über die Hälfte aller Berechtigten an den Nationalratswahlen teilgenommen. Vor 40 Jahren betrug die Wahlbeteiligung 52,4 Prozent. Sogar 56,9 Prozent waren es im Jahr 1971.

Höchste Beteiligung in Schaffhausen

Von Kanton zu Kanton schwankte die Wahlbeteiligung stark: Am höchsten war sie mit 62,65 Prozent in Schaffhausen. Dahinter folgen die Kantone Wallis mit 59,76 Prozent sowie Obwalden mit 59,51 und Nidwalden mit 58,33 Prozent.

Die tiefste Wahlbeteiligung hatte Appenzell Innerrhoden. Nur gerade ein gutes Drittel seiner 11'565 Wahlberechtigten begaben sich dort an die Urnen, nämlich 36,72 Prozent. In dem Halbkanton entschied der Bisherige Daniel Fässler (CVP) die Kampfwahl gegen Martin Pfister von der SP für sich.

Am zweittiefsten war die Wahlbeteiligung in Glarus mit 41,46 Prozent. Auch dort setzte sich der Bisherige, BDP-Parteipräsident Martin Landolt, gegen den Mitbewerber Jacques Marti (SP) durch.