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Wahlen15 Thurgau Die Mitte tut sich im Kanton Thurgau zusammen

Die BDP, CVP, EVP und die FDP haben für die Nationalratswahlen 2015 eine Listenverbindung «Mitte» angekündigt. Damit wollen sie den 2011 von der FDP an die Grünliberalen verlorenen Nationalratssitz zurückgewinnen.

Nationalratssaal
Legende: Die Parteien bringen sich in Stellung für die anstehenden Nationalratswahlen 2015. Schweizer Parlament

Für ein autonom errungenes Nationalrats-Mandat seien fast 17 Prozent der Stimmen nötig, teilten die Thurgauer BDP, CVP, EVP und FDP am Dienstag in einem gemeinsamen Communiqué mit.

2011 habe nur die SVP mit einem Wähleranteil von 38,7 Prozent diese Hürde problemlos überwunden. Die anderen Parteien seien auf Partner angewiesen. So erreichte die CVP als zweitstärkste Partei einen Wähleranteil von 14,4 Prozent, die FDP wies als viertstärkste Kraft hinter der SP noch 11,2 Prozent aus.

Man wolle mit einer Listenverbindung dafür sorgen, dass Restmandate nicht nach links oder rechts fielen. Dem Entscheid seien «mehrere Monate dauernde intensive Verhandlungen mit allen in Frage kommenden Parteien» vorausgegangen. Die Verteilung der sechs Thurgauer Nationalrats-Mandate sieht bisher so aus: Drei Sitze für die SVP und je einer für CVP/EVP, Grünliberale und SP.

Grünliberale noch unentschlossen

Auch die Grünliberalen seien eingeladen, sich der Listenverbindung anzuschliessen, sagte CVP-Präsident Gallus Müller. Diese ziert sich aber noch: Man sei noch am Rechnen, welche Listenverbindung die Beste sei, so Stefan Leuthold, Co-Präsident der Grünliberalen. Nebst der Mitte-Verbindung kommt für die GLP noch eine Listenverbindung mit Links-Grün in Frage. So oder so wird es aber schwierig für die Partei, ihren Nationalratssitz zu verteidigen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter, Thurgau
    Listenverbindungen sollten eigentlich verboten werden. Denn durch Listenverbindungen wird der Wähler-Wille nicht korrekt umgesetzt, da dieser indirekt Stimmen an die verbunden Parteien gibt und denen so evtl. zu einem Sitz verhilft, obwohl er dies nicht möchte. Jede Partei soll durch eigene Wählerstimmen Sitze im Parlament gewinnen, so sieht man auch, welche Parteiprogramme wie beim Volk resp. Wähler ankommen.
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  • Kommentar von K. Räschter, Thurgau
    So wird die FDP niemals ihren Sitz im Thurgau zurück gewinnen. Meine Stimmen wird sie jedenfalls im 2015 nicht mehr kriegen. Ich bin kein CVP und kein BDP Wähler, würde aber indirekt diese beiden Partei aufgrund der Listenverbindung ebenfalls unterstützen. Das kommt bei mir aber nicht in Frage. Kenne einige Wähler, die ähnlich denken; d.h. FDP ja, aber CVP und BDP nein, somit auch keine Stimme für die FDP wegen der Listenverbindung.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Auch im Thurgau beschliessen, ein Jahr vor den Parlamentswahlen, vier "Mitte-Parteien" ein Wahlpäckli (Listenverbindungen)! Dieses geplante, politische "Bollwerk" hat auch in "Mostindien" nur einen Zweck und Grund: "ALLE GEGEN DIE SVP", um deren Erfolgskurs endlich zu bremsen! Ob solche politische Machtspiele beim Stimmvolk goutiert werden, wissen wir in einem Jahr! Für solche "Windfahnen-Unionen" habe ich als 74-jährigen Bürger immer weniger Verständnis! Warum brauchen wir denn noch Parteien??
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    1. Antwort von B. Küng, Biel
      Bolliger, soviel ich weiss, liegt Orpund im Kanton Bern, gell? Es geht Sie also gar nix an was die kantonalen Mitteparteien im Thurgau tun. Sie wittern in allem und jedem eine Attacke gegen Ihre geliebte "wählerstärkste" Partei.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Gute Geographiekenntnisse, Herr Küng! Wieso darf ich mich nicht äussern, wenn in einem "anderen" Kanton (wie es bei uns im Kanton Bern bestimmt auch gemacht wird!), solche politische "Bollwerke" errichtet werden? Sie gehen langsam wirklich zu weit, mit Ihren ständigen persönlichen Belehrungen und sogar "Verbote"! Sie sind und bleiben ein freier Bürger, der zu einem schweizerischen Thema oder Ablauf eine Meinung äussern darf! Ich auch, Herr Küng! Es reicht langsam, mit Ihrer ewigen Bevormundung!!
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