«Ich denke in erster Linie an die FDP und an den Kanton Uri»

Nationalrätin Gabi Huber tritt im nächsten Jahr nicht mehr zu den Wahlen an. Sie will sich aber bis zuletzt mit voller Kraft für die FDP und den Kanton Uri engagieren. In Zukunft möchte sie aber nicht mehr so im Vordergrund stehen.

In 10 Monaten wird der National- und Ständerat neu gewählt. Der Wahlkampf sei - zumindest in ihrer Fraktion - noch nicht sehr spürbar, meint Gabi Huber im Gespräch mit Karin Portmann von Radio SRF. Das Engagement sei bei allen ihren Kollegen hoch, egal ob sie wieder gewählt werden wollen oder auf Ende der Legislatur zurücktreten.

Sie werde als erfahrene Politikerin von Kandidierenden um Rat gefragt, wie man im Wahlkampf bei den Wählern am Besten punktet. Aber am Schluss müsse jeder selber bestimmen und die Herrschaft über seinen Wahlkampf behalten. Ratschläge seien gut, aber wichtig sei, authentisch zu bleiben.

Bei ihrem politischen Engagement denke sie schon in erster Linie an ihre Partei und an den Kanton Uri. Eine Zentralschweizer Strategie gäbe es nicht, meint Gabi Huber.

«  Die Zentralschweiz ist nicht so homogen wie man von aussen denkt. »

Gabi Huber
Nationalrätin der FDP

Ist der Rücktritt eine Befreiung für sie und muss sie jetzt weniger Rücksicht nehmen? An ihrem politischen Engagement habe sich überhaupt nichts geändert. «Es gehört zur Selbstverantwortung, dass man rechtzeitig sagt, was man vorhat», sagt Huber. Es sei ein Gebot der Fairness, dass sich die eigene Partei vorbereiten kann.

Ab Ende 2015 wird die Vollblutpolitikerin die Politbühne verlassen und «nur» noch als Anwältin tätig sein. Aber eines sei klar: «Mit dem Rücktritt aus den politischen Ämtern ist das politische Interesse nicht erloschen, aber ich bin dann nicht mehr so im Schaufenster, wie ich das im Moment bin.»